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Tests

Um Ihnen die Auswahl der richtigen Tests zu erleichtern, haben wir auf Ihr Alter, Ihr Geschlecht und Ihre gesundheitlichen Bedürfnisse zugeschnittene Testkits zusammengestellt.

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Unsere Forschung

Alanin-Aminotransferase (ALT) / ALAT (GPT)

Die ALT-Untersuchung (Alanin-Aminotransferase) misst den Spiegel eines leberspezifischen Enzyms im Blut. Sie wird häufig als Screening-Test zur Erkennung von Leberschäden eingesetzt.

Die Bestimmung der ALT-Aktivität spielt eine zentrale Rolle bei der Diagnostik entzündlicher und schädigender Prozesse der Leber – unabhängig von deren Ursache.

Ein erhöhter ALT-Wert kann auch auftreten bei:

  • Herzmuskelschäden (z. B. Herzinfarkt oder nach herzchirurgischen Eingriffen),

  • Verletzungen der Skelettmuskulatur (z. B. Quetschungen, Muskelentzündungen, seltener bei Muskeldystrophie oder Rhabdomyolyse),

  • Vergiftungen und der Einnahme bestimmter Medikamente, insbesondere aus der Gruppe der Statine.

Niedrigere ALT-Werte werden beobachtet bei Patienten in Dialysebehandlung, mit Harnvergiftung, Vitamin-B6-Mangel oder bei weit fortgeschrittener Lebernekrose.

Zu den häufigsten Ursachen für eine stark erhöhte ALT-Aktivität zählen:

  • Virusinfektionen,

  • ischämische Leberschäden,

  • toxische Einflüsse (z. B. Paracetamolvergiftung),

  • Autoimmunerkrankungen sowie

  • frühe Phasen von Gallengangsverschlüssen.

In der Regel ist die ALT-Aktivität im Blutserum höher als die der AST (Aspartat-Aminotransferase), was auf Unterschiede in der zellulären Lokalisation und Halbwertszeit dieser Enzyme zurückzuführen ist. Ein erhöhter ALT-Spiegel ist ein unabhängiger Marker für die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) und weist häufig auf eine Insulinresistenz hin.

ALT-Test – Wer sollte sich testen lassen und wann?

Die ALT-Bestimmung ist – wie auch der AST-Test – ein grundlegender Bestandteil bei der Diagnostik von Lebererkrankungen. Beide Tests werden oft gemeinsam im Rahmen eines sogenannten Leberprofils durchgeführt.

Ein ALT-Test wird empfohlen bei Symptomen, die auf Leberprobleme hinweisen, wie:

  • Bauchschmerzen,

  • allgemeine Schwäche,

  • Appetitlosigkeit,

  • Gelbsucht,

  • dunkler Urin,

  • heller Stuhl,

  • Hautjucken,

  • Übelkeit oder Erbrechen.

Darüber hinaus wird der ALT-Wert empfohlen für Personen, die:

  • Medikamente einnehmen, die die Leber belasten können,

  • eine familiäre Vorbelastung mit Lebererkrankungen haben,

  • einem erhöhten Risiko für Hepatitis-Viren ausgesetzt sind,

  • übergewichtig sind und/oder an Diabetes leiden,

  • regelmäßig Alkohol konsumieren.

Auch bei unspezifischen Symptomen kann die Bestimmung des ALT-Wertes hilfreich sein, um eine Lebererkrankung auszuschließen. Bei bereits diagnostizierten Leberkrankheiten dient die regelmäßige Kontrolle des ALT-Spiegels zur Überwachung des Therapieverlaufs.

Amylase – Ein wichtiger Laborwert für Ihre Gesundheit

Die Bestimmung der Amylase im Serum dient der Diagnose von Entzündungen der Bauchspeicheldrüse sowie anderer Erkrankungen dieses Organs.

Ein Anstieg der Amylase-Aktivität tritt vor allem bei akuter Pankreatitis auf, kann jedoch auch bei anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sowie seltener bei Darmverschluss, Perforation eines Zwölffingerdarmgeschwürs, Gallenblasenentzündung, Erkrankungen der Speicheldrüsen, chronischen Nieren- und Lebererkrankungen beobachtet werden.

Ein niedriger Amylase-Wert im Blut kann bei Mukoviszidose oder bei zystischen Schleim- und Seromtumoren der Bauchspeicheldrüse auftreten.

Wer sollte einen Amylase-Test durchführen lassen?

Ein Amylase-Test im Serum wird empfohlen für Personen mit folgenden Symptomen:

  • Starke Bauchschmerzen

  • Übelkeit

  • Geringes Erbrechen

  • Blähungen

  • Schwächegefühl

  • Atembeschwerden

  • Schüttelfrost

  • Hohes Fieber

  • Allgemeine Muskelschmerzen

Für Unternehmen im Gesundheitswesen:

Bieten Sie Ihren Patient:innen Zugang zu präziser Labordiagnostik. Die Amylase-Bestimmung ist ein zuverlässiger Indikator für die Früherkennung schwerwiegender Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und kann in Ihre medizinischen Dienstleistungen integriert werden.

Für Privatpersonen:

Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach einem Amylase-Test, wenn Sie die oben genannten Symptome verspüren. Eine frühzeitige Diagnostik kann entscheidend für Ihre Gesundheit sein.

APTT (aktivierte partielle Thromboplastinzeit) – Funktionstest der Blutgerinnung

Die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) ist ein funktioneller Gerinnungstest, der Aufschluss über die Funktionsweise des Blutgerinnungssystems gibt. Dieser Test wird bei Patientinnen und Patienten mit unklaren Blutungen oder Thrombosen durchgeführt und ist auch ein wichtiges Instrument zur Überwachung der Therapie mit unfraktioniertem Heparin.
Darüber hinaus gehört die aPTT-Bestimmung zum sogenannten präoperativen Profil – also zu den Standarduntersuchungen vor geplanten operativen Eingriffen.

Wann wird der aPTT-Test eingesetzt?

Der aPTT-Test dient als Screening-Untersuchung zur Beurteilung der Gerinnungsfunktion und wird in folgenden Situationen empfohlen:

  • Zur Differentialdiagnose von Blutungsneigungen (hämorrhagischen Diathesen)

  • Zur Therapiekontrolle bei Behandlung mit unfraktioniertem Heparin

  • Zur Überwachung der Substitutionstherapie bei Hämophilie A und B

  • Zur präoperativen Gerinnungskontrolle

  • Als allgemeiner Screening-Test auf mögliche Gerinnungsstörungen (Koagulopathien)

Der Test eignet sich sowohl für Privatpersonen, które ihren Gesundheitszustand überprüfen möchten, als auch für medizinische Einrichtungen, die eine zuverlässige präoperative Diagnostik oder Verlaufskontrolle benötigen.

Der ASO-Test (Antistreptolysin O) wird zur Diagnose einer frischen Infektion mit Streptokokken der Gruppe A (Streptococcus pyogenes) sowie zur Erkennung möglicher Folgeerkrankungen wie rheumatisches Fieber oder/und postinfektiöse Glomerulonephritis eingesetzt.

Dieser Test wird insbesondere dann durchgeführt, wenn der Verdacht auf rheumatisches Fieber besteht – eine Erkrankung, die heutzutage in Deutschland selten ist. Weitere mit Streptokokken-Infektionen assoziierte Erkrankungen sind u. a. akute Glomerulonephritis sowie Endokarditis (Herzinnenhautentzündung).

Wann ist ein ASO-Test sinnvoll?

Der Test wird empfohlen bei Symptomen, die auf rheumatisches Fieber oder eine Nierenentzündung hindeuten könnten, wie zum Beispiel:

  • Fieber

  • Brustschmerzen

  • Kurzatmigkeit

  • Schwellungen (z. B. an den Beinen)

  • Müdigkeit, allgemeine Schwäche

Ein ASO-Test kann ebenfalls sinnvoll sein, wenn kürzlich eine Halsentzündung aufgetreten ist, jedoch keine Schnelltests oder mikrobiologischen Abstriche auf Streptokokken der Gruppe A durchgeführt wurden.

Die AST-Untersuchung dient der Bestimmung der Aspartat-Aminotransferase im Blut – eines der wichtigsten Leberenzyme. Sie wird hauptsächlich zur Diagnose akuter oder chronischer Leberentzündungen eingesetzt.

Diese Untersuchung wird in der Regel bei Patienten durchgeführt, bei denen ein Leberleiden vermutet wird. Wenn das Lebergewebe durch eine Krankheit oder Verletzung geschädigt wird, zerfallen die Zellen und AST gelangt in den Blutkreislauf – der Enzymwert im Serum steigt an. Selbst geringe Veränderungen an der Zellmembran der Hepatozyten können zu einem signifikanten Anstieg der Enzymaktivität führen.

Zu den häufigsten Ursachen eines erhöhten AST-Werts zählen virale Infektionen, Durchblutungsstörungen, toxische Einflüsse (z. B. Paracetamolvergiftung), Autoimmunreaktionen sowie die Frühphase einer akuten Gallenwegsobstruktion. Erhöhte AST-Werte können auch bei folgenden Erkrankungen beobachtet werden: Hepatitis jeglicher Ursache, Herzmuskelschädigung (z. B. Herzinfarkt, Myokarditis, herzchirurgische Eingriffe), Skelettmuskelschäden (z. B. durch Verletzungen, Muskeldystrophie, Rhabdomyolyse infolge von Vergiftungen oder Medikamenten wie Statinen), Pfeiffer-Drüsenfieber, Hämolyse, Sauerstoffmangel, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Hirnschädigung sowie Nebennierenüberfunktion. Die Höhe des Enzymanstiegs steht oft im Zusammenhang mit dem Ausmaß der Leberschädigung – sie hat jedoch keine prognostische Aussagekraft.

AST ist insbesondere in der Labordiagnostik von Lebererkrankungen wie Virushepatitis, toxischen Leberschäden, Stauungsikterus, Leberzirrhose und Lebermetastasen von großer Bedeutung.

Für wen und wann ist ein AST-Test sinnvoll?

Ein AST-Test wird empfohlen bei Symptomen, die auf eine Lebererkrankung hinweisen können, wie z. B.:

  • Schwächegefühl

  • Appetitlosigkeit

  • Gelbsucht

  • Übelkeit

  • Bauchschmerzen

  • Erbrechen

  • Dunkler Urin

  • Heller Stuhlgang

  • Hautjucken

Ihr Arzt kann den AST-Wert (allein oder zusammen mit anderen Leberwerten) auch dann bestimmen lassen, wenn:

  • Sie Medikamente einnehmen, die die Leber belasten können

  • Sie regelmäßig Alkohol konsumieren

  • Es in Ihrer Familie Fälle von Lebererkrankungen gibt

  • Sie einem erhöhten Risiko einer Hepatitisinfektion ausgesetzt sind

  • Sie übergewichtig sind und/oder an Diabetes leiden

Der AST-Test wird auch durchgeführt, um Lebererkrankungen bei Patienten mit unspezifischen Beschwerden auszuschließen. Bei Personen mit bekannter Lebererkrankung hilft die regelmäßige Kontrolle des AST-Werts, die Wirksamkeit der Behandlung zu überwachen.

In der Regel wird die AST-Bestimmung zusammen mit dem ALT-Test (Alanin-Aminotransferase) durchgeführt – beide Tests sind wichtige Bestandteile des sogenannten Leberprofils und unverzichtbar in der Diagnostik von Lebererkrankungen.

Die Bestimmung der Thyreoglobulin-Antikörper (aTG) dient der Diagnose von Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse – insbesondere der Hashimoto-Thyreoiditis – sowie der Überwachung der Therapie bei Schilddrüsenkrebs.

Anti-TG-Antikörper richten sich gegen Thyreoglobulin – ein Glykoprotein, das von Schilddrüsenzellen (Thyreozyten) produziert wird. Sie waren die ersten nachgewiesenen Antikörper gegen Schilddrüsenantigene bei Patienten mit autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen. Sie gehören zur Immunglobulinklasse G und können auch bei gesunden Personen nachgewiesen werden. Ein erhöhter aTG-Spiegel bei Gesunden kann ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsenerkrankungen sein. Es wird auch diskutiert, ob diese Antikörper keine ursächliche Rolle in der Krankheitsentwicklung spielen, sondern als Folge der Zerstörung von Schilddrüsenzellen entstehen.

Anti-TG-Antikörper finden sich bei:

  • 70–80 % der Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis

  • 30–40 % der Patienten mit Morbus Basedow

  • 10–20 % der Patienten mit nicht-autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, z. B. Schilddrüsenkrebs

Indikationen für die Durchführung des aTG-Tests:

  • Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, auch wenn die Werte der freien Schilddrüsenhormone (fT3, fT4) im Normbereich liegen

  • Verlaufskontrolle nach Schilddrüsenoperation bei Krebs – bei vollständiger Entfernung der Schilddrüse und fehlenden Metastasen sinken die Anti-TG-Werte in der Regel innerhalb von ca. 3 Jahren auf nicht nachweisbare Werte. Ein gleichbleibender oder ansteigender Spiegel kann auf eine aktive Krebserkrankung hinweisen

  • Ungewollte Kinderlosigkeit – in Kombination mit weiteren Schilddrüsen-Labortests.

Der Anti-TPO-Test (auch bekannt als aTPO oder TPO-Antikörper) ist eine wichtige Untersuchung zur Diagnose von Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere autoimmuner Genese. Ein erhöhter TPO-Antikörperspiegel kann auf eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung hinweisen.

TPO-Antikörper sind Autoantikörper, die gegen die körpereigene Schilddrüsenperoxidase (TPO) gerichtet sind – ein Enzym, das eine zentrale Rolle bei der Produktion von Schilddrüsenhormonen spielt. TPO ist unter anderem für die Jodierung von Tyrosinresten und die Kopplung von Jodtyrosinen verantwortlich. Anti-TPO gehören zur Klasse der Immunglobuline G (IgG) und ihr Spiegel korreliert mit dem Ausmaß lymphozytärer Infiltration in der Schilddrüse.

Die Messung von Anti-TPO ist ein bewährter serologischer Marker bei der Diagnose autoimmuner Schilddrüsenerkrankungen.

Wann ist eine Bestimmung von TPO-Antikörpern sinnvoll?

Bei Verdacht auf Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, wie zum Beispiel:

  • Hashimoto-Thyreoiditis (chronische Schilddrüsenunterfunktion)

  • Morbus Basedow (Schilddrüsenüberfunktion)

Im Rahmen der Abklärung bei bestehenden Autoimmunerkrankungen, z. B.:

  • Typ-1-Diabetes

  • Perniziöse Anämie (Addison-Biermer-Krankheit)

  • Rheumatoide Arthritis

  • Systemische Bindegewebserkrankungen

Bei genetischen Syndromen mit erhöhtem Risiko für Schilddrüsenstörungen:

  • Down-Syndrom

  • Turner-Syndrom

  • Klinefelter-Syndrom

Vor geplanter medikamentöser Therapie mit:

  • Amiodaron

  • Lithiumsalzen

  • Interferon-α

  • Immuncheckpoint-Inhibitoren

Nach auffälligen Schilddrüsenwerten (TSH, fT3, fT4) zur weiteren Abklärung.

Anti-TPO in der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch.

Bei Frauen mit Kinderwunsch oder während der Schwangerschaft ist der Nachweis von TPO-Antikörpern von großer Bedeutung. Positive aTPO-Werte können mit einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenunterfunktion und ungünstigen Schwangerschaftsverläufen einhergehen.

Empfohlene Indikationen:

  • Einschätzung des Risikos einer Schilddrüsenunterfunktion bei Schwangeren
    → Bei positivem aTPO sollte TSH nach Bestätigung der Schwangerschaft sowie alle 4 Wochen in der ersten Schwangerschaftshälfte kontrolliert werden.

  • Beurteilung des Risikos einer Schilddrüsenfunktionsstörung bei Kinderwunsch
    → Frauen mit erhöhtem aTPO sollten alle 6 Monate ihren TSH-Spiegel kontrollieren lassen.

  • Diagnostik postpartaler Thyreoiditis (Schilddrüsenentzündung nach der Geburt)

  • Abklärung von Ursachen für Fehlgeburten oder Frühgeburten

Hinweis:

Die Bestimmung von TPO-Antikörpern erfolgt durch eine einfache Blutentnahme. Das Ergebnis liefert wichtige Hinweise für eine gezielte Therapie und Betreuung – sowohl für Privatpersonen als auch im Rahmen betrieblicher Gesundheitsvorsorge.

Die Bestimmung der Konzentration des humanen Choriongonadotropins (hCG) im Serum wird zur Bestätigung und Überwachung der Schwangerschaft eingesetzt.

Humanes Choriongonadotropin (hCG) ist ein Sialoglykoprotein, das von Trophoblastenzellen produziert und bereits in der sehr frühen Phase der Schwangerschaft ins Blut abgegeben wird – noch vor dem Ausbleiben der Menstruation.

Die Messung erfolgt mittels Antikörpern gegen die β-Untereinheit des Hormons. In den ersten Schwangerschaftswochen verdoppelt sich der β-hCG-Wert etwa alle anderthalb Tage. Die maximale Konzentration wird zwischen der 8. und 10. Schwangerschaftswoche erreicht. Danach sinkt der Wert und stabilisiert sich ab der 14. Woche auf etwa 20–30 % des Spitzenwertes – bis zum Ende der Schwangerschaft. Der rasche Anstieg des β-hCG-Wertes nach der Befruchtung macht dieses Hormon zu einem idealen Marker zur frühzeitigen Bestätigung und Überwachung der Schwangerschaft.

Wer sollte den Beta-hCG-Test durchführen lassen und wann?

Dank empfindlicher quantitativer Serumtests konnte nachgewiesen werden, dass die hCG-Konzentration auch prädiktive Aussagekraft besitzt – z. B. bei drohenden Fehlgeburten. Darüber hinaus ist der Test hilfreich bei der Erkennung von Eileiterschwangerschaften (auffällige β-hCG-Werte in Kombination mit fehlender Fruchthöhle im Ultraschall deuten auf eine Extrauteringravidität hin und erfordern eine umgehende ärztliche Abklärung).

Zudem kann der Test zur Einschätzung der richtigen Einnistung des Embryos in die Gebärmutter verwendet werden – insbesondere im Rahmen von In-vitro-Fertilisationen. Der Vergleich der β-hCG-Werte im Abstand von 48 Stunden ermöglicht eine Beurteilung der normalen Entwicklung zu Beginn der Schwangerschaft.

Gesamteiweiß – was sagt der Wert aus?

Die Bestimmung des Gesamteiweißes im Blutserum ist eine wichtige Screening-Untersuchung zur allgemeinen Beurteilung des Gesundheitszustands. Sie wird unter anderem zur Diagnose von Leber- und Nierenerkrankungen, zur Einschätzung des Ernährungszustands sowie zur Abklärung von Ödemen durchgeführt.

Das im Blutplasma zirkulierende Gesamteiweiß besteht aus einer Vielzahl einzelner Proteine mit jeweils spezifischer Struktur und Funktion. Diese Eiweiße dienen als Baustoffe für Organe, wirken als Hormone, Enzyme oder Transportstoffe und übernehmen zahlreiche regulatorische Aufgaben im Körper. Die zwei Hauptfraktionen des Gesamteiweißes sind Albumine und Globuline.

Warum ist der Gesamteiweiß-Wert wichtig?

Die Untersuchung des Gesamteiweißes liefert wertvolle Hinweise auf:

  • den allgemeinen Gesundheitszustand,

  • den Ernährungsstatus,

  • mögliche Erkrankungen der Leber und Nieren.

Wann können erhöhte oder erniedrigte Werte auftreten?

Erhöhte Werte können unter anderem auf folgende Zustände hinweisen:

  • Plasmozytom (Multiples Myelom),

  • Morbus Waldenström,

  • verschiedene Formen der Gammopathie,

  • Dehydratation (Flüssigkeitsmangel).

Erniedrigte Werte können auftreten bei:

  • Mangelernährung (durch Hunger oder gestörte Nahrungsaufnahme),

  • schweren Leberschäden,

  • nephrotischem Syndrom,

  • Nierenfunktionsstörungen mit Proteinverlust,

  • Überwässerung,

  • großflächigen Verbrennungen.

Für wen ist die Untersuchung sinnvoll?

Ein Gesamteiweiß-Test wird empfohlen bei:

  • Verdacht auf Leber-, Nieren- oder Knochenmarkerkrankungen,

  • allgemeinen Gesundheitschecks,

  • Symptomen wie häufigem Erbrechen oder Durchfall,

  • Verdacht auf Dehydratation oder Unterernährung,

  • entzündlichen Erkrankungen,

  • Verdacht auf Morbus Addison.

Die Bestimmung des Gesamtbilirubins im Serum ist ein schnelles Screening-Verfahren, um Erkrankungen der Leber und der Gallenwege oder hämolytische Anämien frühzeitig zu erkennen.

Was ist Bilirubin?

Bilirubin entsteht beim Abbau von Häm, dem eisenhaltigen Bestandteil des Hämoglobins. Hämoglobin transportiert Sauerstoff zu den Geweben und Kohlendioxid zurück zur Lunge.

Welche Fraktionen werden gemessen?

  • Unkonjugiertes Bilirubin (indirekt)

  • Konjugiertes Bilirubin (direkt)
    Ein erhöhter Gesamtwert kann zu Ikterus führen – einer Gelbfärbung von Skleren, Haut und Schleimhäuten.

Typische Ursachen erhöhter Werte:

  • Verlegung oder Entzündung der Gallenwege

  • Stoffwechselstörungen der Leber, die den Bilirubin-Abtransport behindern

  • Gesteigerter Abbau roter Blutkörperchen bei hämolytischer Anämie

Niedrige Werte.

Geringe Gesamtbilirubin-Konzentrationen sind klinisch unbedenklich.

Für wen ist die Untersuchung sinnvoll?

Situation / Symptom

Empfohlene Aktion

Gelbfärbung von Augen oder Haut

Sofortige Gesamtbilirubin-Bestimmung

Verdacht auf Leber- oder Gallenerkrankung

Differentialdiagnostik mit Bilirubin-Fraktionen

Kontrolluntersuchung bei erhöhten Leberenzymen

Verlaufs- oder Therapiekontrolle

Dunkelbrauner Urin, Oberbauchschmerzen, Blähungen

Ausschluss einer Gallengangsobstruktion

Neugeborenen-Ikterus

Standardisiertes Monitoring

Ihr Mehrwert als Privatkund*in:

  • Online-Termin in 2 Minuten – ohne Warteschlange

  • Ergebnisse digital in ≤ 24 h inkl. ärztlicher Interpretation

  • Nachsorge: Auf Wunsch Termin-Weiterleitung an Fachärzt*innen

Ihr Vorteil als Geschäftskund*in:

  • Akkreditierte Analytik nach aktuellen Leitlinien (ISO 15189)

  • Schnelle Turnaround-Times dank Hochdurchsatz-Automatisierung

  • Digitale Schnittstellen (HL7/FHIR) für Laborinformations- und Kliniksysteme

  • Individuelle Rahmenverträge und Mengenrabatte für Kliniken, MVZ, Betriebsärzt*innen

Häufig gestellte Fragen:

Wie bereite ich mich auf die Blutentnahme vor?

Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich; nüchtern zu erscheinen erleichtert jedoch die Auswertung kombinierter Leberparameter.

Kann ich den Test mit anderen Leberwerten kombinieren?

Ja – wir bieten Profil-Pakete inklusive ALT, AST, GGT und alkalischer Phosphatase an.

Welche Probenmenge wird benötigt?

1 × 5 ml Serumröhrchen genügt – ideal für Sammelprofil-Analysen in Betriebsmedizin und Routine-Check-ups.


Die Bestimmung des Chloridspiegels im Blut gehört zur Elektrolyt-Diagnostik und wird meist im Rahmen eines sogenannten Ionogramms durchgeführt – gemeinsam mit der Analyse von Natrium und Kalium. Diese Untersuchung ist besonders hilfreich bei der Diagnose und Überwachung von Störungen im Wasser-Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt.

Chlorid ist das wichtigste negativ geladene Ion (Anion) im extrazellulären Raum und kompensiert dort die positive Ladung von Natrium. Durch seinen Einfluss auf den osmotischen Druck trägt Chlorid zur Zellintegrität bei.

Wann ist eine Chlorid-Bestimmung sinnvoll?

Die Untersuchung wird empfohlen bei Symptomen wie:

  • langanhaltendem Erbrechen und/oder Durchfall

  • vermehrtem Durst (Polydipsie)

  • Atembeschwerden

Eine regelmäßige Kontrolle des Chloridspiegels ist besonders wichtig bei chronischen Erkrankungen wie:

  • chronische Nieren- oder Lebererkrankungen

  • Bluthochdruck (Hypertonie)

  • Diabetes mellitus

  • Essstörungen

Was bedeuten abweichende Chlorid-Werte?

  • Erhöhte Chloridwerte (Hyperchlorämie) im Serum können auf Austrocknung oder übermäßigen Salzkonsum hinweisen. Auch Erkrankungen des Harnsystems, Diabetes oder das Cushing-Syndrom können mögliche Ursachen sein.

  • Niedrige Chloridwerte (Hypochlorämie) treten häufig durch starken Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten auf – etwa durch anhaltendes Erbrechen oder Durchfall. Auch chronische Lungenerkrankungen oder die Addison-Krankheit können zu einer Hypochlorämie führen.

Die Bestimmung des Gesamtcholesterins im Blutserum ist ein wichtiges Vorsorgeinstrument zur Einschätzung des Risikos für Hypercholesterinämie. Sie bildet zudem die Grundlage für die Beurteilung weiterer wichtiger Lipidparameter wie HDL-, LDL- und Nicht-HDL-Cholesterin – entscheidend für die Bewertung des kardiovaskulären Risikos gemäß der SCORE-2-Skala.

Der Gesamtcholesterinwert setzt sich aus verschiedenen Fraktionen zusammen – je nach Art der Eiweiße, mit denen Cholesterin sogenannte Lipoproteine bildet. Diese Lipoproteine ermöglichen den Transport, die Speicherung, den Abbau und die Ausscheidung von Cholesterin im Körper. Die zwei wichtigsten Fraktionen sind:

  • HDL-Cholesterin („gutes Cholesterin“)

  • LDL-Cholesterin („schlechtes Cholesterin“)

Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte.

Ein zu hoher Gesamtcholesterinspiegel kann verschiedene Ursachen haben:

  • Ernährung mit einem hohen Anteil an gesättigten Fetten

  • Bewegungsmangel

  • Schilddrüsenunterfunktion

  • Leber- oder Nierenerkrankungen

  • Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Glukokortikoide, Prostaglandine)

  • genetische Veranlagung

Ursachen für niedrige Cholesterinwerte

Ein zu niedriger Gesamtcholesterinspiegel kann auftreten bei:

  • Schilddrüsenüberfunktion

  • fortgeschrittenen Lebererkrankungen

  • starkem körperlichem Abbau (z. B. bei schweren chronischen Erkrankungen)

Für wen ist die Untersuchung des Gesamtcholesterins sinnvoll?

Eine regelmäßige Kontrolle des Cholesterinspiegels im Blut wird insbesondere empfohlen für:

  • Raucherinnen und Raucher

  • Personen mit Übergewicht oder Adipositas

  • Menschen mit überwiegend sitzendem Lebensstil

  • Personen mit unausgewogener Ernährung (fettreiche Kost)

  • Menschen mit Diabetes oder Prädiabetes

  • Personen mit Bluthochdruck

  • Menschen mit Leber- oder Nierenerkrankungen

  • Personen mit Schilddrüsenfunktionsstörungen

  • Menschen mit familiärer Vorbelastung (z. B. Fettstoffwechselstörungen, Hypercholesterinämie, koronare Herzkrankheit).

Die Messung des HDL-Cholesterins dient der Einschätzung des Risikos für Arteriosklerose sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie wird außerdem zur Kontrolle der Wirksamkeit von Lebensstilveränderungen und medikamentöser Therapien bei Patienten mit Hyperlipoproteinämie und Übergewicht eingesetzt.

Die Untersuchung erfolgt in der Regel im Rahmen eines Lipidprofils (Lipidstatus), das auch Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyzeride umfasst. Alternativ kann HDL-Cholesterin auch separat oder zusammen mit dem Gesamtcholesterin analysiert werden.

Ein niedriger HDL-Wert – insbesondere in Kombination mit erhöhten Triglyzeridwerten (Hypertriglyzeridämie) – erhöht das Risiko für Arterienverkalkung, koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt deutlich.

Hohe HDL-Cholesterinwerte wirken hingegen schützend und senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daher wird HDL-Cholesterin oft als „gutes Cholesterin“ bezeichnet.

Für wen ist die HDL-Cholesterin-Untersuchung wichtig?

Die Bestimmung des HDL-Cholesterins ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn:

  • ein erhöhter Triglyzeridspiegel vorliegt,

  • bereits Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensstils (z. B. Ernährung, Bewegung) eingeleitet wurden,

  • eine medikamentöse Therapie überwacht werden soll,

  • weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen.

Die Untersuchung eignet sich sowohl für Einzelpersonen zur Gesundheitsvorsorge als auch für Unternehmen im Rahmen von präventiven Gesundheitsprogrammen für Mitarbeiter.

Die direkte Messung des LDL-Cholesterins ist ein bewährtes Verfahren zur Beurteilung des Risikos für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es dient außerdem der Überprüfung, ob Änderungen im Lebensstil oder medikamentöse Therapien bei Patient:innen mit Hyperlipoproteinämie wirksam sind.

Für wen ist der Test besonders wichtig?

Die direkte Bestimmung des LDL-Cholesterins ist besonders wichtig bei Patient:innen mit einem Triglyzeridspiegel über 400 mg/dL. In solchen Fällen kann die indirekte Berechnung des LDL-Werts ungenau sein.

Ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel kann Folge einer unausgewogenen Ernährung, mangelnder körperlicher Aktivität oder genetischer Veranlagung sein. In solchen Fällen gelangt überschüssiges Cholesterin unkontrolliert in die Zellen, was die Bildung arteriosklerotischer Plaques begünstigt.

Warum ist ein hoher LDL-Wert gefährlich?

Ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel – oft als „schlechtes Cholesterin“ bezeichnet – ist ein wesentlicher Risikofaktor für:

  • Koronare Herzkrankheit

  • Herzinfarkt

  • Schlaganfall

Empfohlene LDL-Zielwerte laut SCORE2-Risikoskala:

  • < 115 mg/dL ( < 3,0 mmol/L) – bei niedrigem kardiovaskulärem Risiko

  • < 100 mg/dL ( < 2,5 mmol/L) – bei moderatem Risiko

  • < 70 mg/dL ( < 1,8 mmol/L) und mindestens 50 % Reduktion vom Ausgangswert – bei hohem Risiko

  • < 55 mg/dL ( < 1,4 mmol/L) und mindestens 50 % Reduktion vom Ausgangswert – bei sehr hohem Risiko

Wann ist der LDL-Wert erhöht oder erniedrigt?

Erhöhte Werte können auftreten bei:

  • Familiärer Hypercholesterinämie

  • Schilddrüsenunterfunktion

  • Chronischer Nierenerkrankung, nephrotischem Syndrom

  • Lebererkrankungen mit Cholestase

  • Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Kortikosteroide)

  • Fehlernährung und Bewegungsmangel

Erniedrigte Werte können auftreten bei:

  • Schilddrüsenüberfunktion

  • Schwerer Leberzirrhose

  • Sepsis

  • Angeborenem Lipoproteinmangel

Wann sollte man den LDL-Cholesterin-Test durchführen?

Der LDL-Cholesterin-Test wird empfohlen:

  • Bei Verdacht auf Fettstoffwechselstörungen

  • Zur Verlaufskontrolle bei erhöhten Triglyzeridwerten (> 400 mg/dL)

  • Zur Überwachung von Therapieerfolgen – sei es durch Lebensstiländerungen oder Medikamente

  • Bei Vorliegen weiterer Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das hochsensitive C-reaktive Protein (hsCRP) ist ein zuverlässiger Laborparameter zur Früherkennung und Überwachung von Entzündungsprozessen im Körper. Es eignet sich sowohl für den Einsatz in der klinischen Diagnostik als auch zur Gesundheitsvorsorge in Unternehmen.

Was ist CRP-hs?

CRP (C-reaktives Protein) ist ein sogenanntes Akute-Phase-Protein, das in der Leber gebildet wird. Es reagiert empfindlich auf entzündliche Prozesse im Körper – sein Spiegel steigt bei Infektionen, nach Operationen, bei Autoimmunerkrankungen oder Tumoren deutlich an.

Die hsCRP-Messung (high sensitivity) erlaubt eine besonders feine Bestimmung niedriger Konzentrationen und wird daher auch zur Einschätzung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei ansonsten gesunden Menschen eingesetzt.

Wann ist eine hsCRP-Bestimmung sinnvoll?

Für Privatpersonen:

  • Verdacht auf akute oder chronische Entzündungen

  • Abklärung bakterieller vs. viraler Infektionen

  • Beurteilung einer Infektion bei Schwangerschaftskomplikationen

  • Einschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos – besonders in Kombination mit einem Lipidprofil

  • Früherkennung systemischer Erkrankungen wie Lupus, Morbus Crohn oder Leukämie

  • Nach Organtransplantationen oder bei Dialysepatienten zur Verlaufsbeobachtung

Für Unternehmen:

  • Vorsorgeuntersuchungen für Mitarbeiter mit erhöhtem Risikoprofil

  • Gesundheitsprogramme zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Erweiterte Diagnostik im Rahmen betriebsärztlicher Untersuchungen

Wie läuft die Untersuchung ab?

  • Die hsCRP-Messung erfolgt durch eine einfache Blutentnahme.

  • Sie sollte zweimal im Abstand von ca. 2 Wochen erfolgen – der Mittelwert gilt als aussagekräftiger Referenzwert.

  • Die Untersuchung sollte nicht während einer akuten Infektion, Verletzung oder Verschlechterung einer chronischen Erkrankung durchgeführt werden.

Interpretation der hsCRP-Werte (nach American Heart Association):

hsCRP-Wert

Risikokategorie

< 1 mg/l

Niedriges Risiko

1 – 3 mg/l

Mittleres Risiko

> 3 mg/l

Hohes Risiko

Wichtige Einflussfaktoren:

  • Medikamente wie Statine, Fibrate oder ACE-Hemmer können CRP-Spiegel senken.

  • Lebensstil: Körperliche Aktivität, moderate Alkoholzufuhr und kohlenhydratarme Ernährung wirken ebenfalls CRP-senkend.

  • Rauchen, Übergewicht (erhöhter BMI) und hormonelle Ersatztherapie können CRP-Spiegel erhöhen.

Gut zu wissen:

Ein erhöhter CRP-Wert ohne akuten Entzündungsprozess kann auch bei bestimmten Tumoren wie Multiplem Myelom, Hodgkin-Lymphom oder Eierstockkrebs auftreten – in diesen Fällen dient er als Marker für Krankheitsverlauf und Prognose.


Der Rheumafaktor-Test (RF) wird zur Diagnose von rheumatoider Arthritis (RA) und dem Sjögren-Syndrom sowie zur Überwachung der Wirksamkeit einer laufenden Behandlung bei diesen Erkrankungen eingesetzt.

Ein erhöhter RF-Wert kann bei einer Vielzahl von Autoimmunerkrankungen sowie bei nicht-rheumatischen Erkrankungen auftreten, darunter:

  • Hepatitis B

  • Andere chronische Lebererkrankungen

  • Sarkoidose

  • Interstitielle Lungenentzündung

  • Tuberkulose

  • Syphilis

  • Malaria

Wissenswert: Ein erhöhter RF-Wert wird auch bei 1–5 % gesunder Menschen festgestellt – bei Personen über 65 Jahren sogar bei rund 10 %.

Die Untersuchung wird empfohlen, wenn Symptome auf eine rheumatoide Arthritis oder ein Sjögren-Syndrom hinweisen könnten, zum Beispiel:

  • Gelenkschmerzen und -schwellungen

  • Muskelschmerzen

  • Mundtrockenheit

  • Trockene Augen

Dieser Test ist sowohl für Privatpersonen als auch für medizinische Einrichtungen erhältlich, die Patienten mit Autoimmunerkrankungen betreuen.

Ferritin ist der wichtigste Marker zur Beurteilung von Eisenmangel im Körper. Es fungiert als Eisenspeicher, und sein Spiegel im Blutserum spiegelt den gesamten Eisenvorrat im Organismus wider (1 µg/L Ferritin entspricht ca. 8 mg Eisen im Körper). Die Bestimmung des Ferritinspiegels ist besonders hilfreich bei der Suche nach den Ursachen eines Eisenmangels.

Was sagt ein niedriger Ferritinwert aus?

Ein erniedrigter Ferritinwert weist auf einen Rückgang der Eisenspeicher hin – auch dann, wenn der funktionelle Eisenwert (Transferrinsättigung, Hb) noch im Normbereich liegt und keine Symptome einer Blutarmut (z. B. verminderte Hämoglobinkonzentration) vorliegen. Dies nennt man einen asymptomatischen Eisenmangel (Grenzwert: <12 µg/L).

Bei gleichzeitig verminderter Transferrinsättigung (<15 %) spricht man von einem latenten Eisenmangel. Sinkt zusätzlich der Hämoglobinwert unter den Referenzbereich, liegt ein manifester Eisenmangel (Eisenmangelanämie) vor.

Erhöhter Ferritinwert – was bedeutet das?

Ferritin gehört zu den Akute-Phase-Proteinen – seine Konzentration steigt bei Entzündungen, Infektionen, Tumorerkrankungen und Leberfunktionsstörungen oft unspezifisch an. In chronischen Entzündungsprozessen schließt ein Ferritinwert über 100 µg/L meist einen Eisenmangel aus, während ein Wert unter 12 µg/L weiterhin für einen Mangel spricht.

Ein zu hoher Ferritinwert kann außerdem auf folgende Ursachen hinweisen:

  • Eisenüberladung (z. B. bei Hämochromatose, Hämosiderose, wiederholten Bluttransfusionen)

  • Entzündliche Prozesse

  • Tumorerkrankungen

  • Zellzerfall

  • Lebererkrankungen (z. B. Fettleber, Hepatitis)

Wer sollte Ferritin messen lassen?

Eine Ferritin-Bestimmung wird empfohlen bei:

  • Verdacht auf Eisenmangel oder Anämie

  • Differenzialdiagnostik bei unklarer Blutarmut

  • Verdacht auf Eisenüberladung (z. B. bei Hämochromatose)

  • Patienten, die Eisenpräparate einnehmen – insbesondere Dialysepatienten oder Personen in einer Therapie mit Erythropoetin.

Fibrinogen (Plasmafaktor I) ist ein Eiweiß, das in den Leberzellen und in geringem Maße auch von Megakaryozyten synthetisiert wird. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung und ist daher ein wichtiger Parameter zur Beurteilung der Gerinnungsfunktion.

Fibrinogen als Akute-Phase-Protein
Als Akute-Phase-Protein ist Fibrinogen in vielen Entzündungszuständen erhöht – etwa bei Fieber, Infektionen, nach Operationen oder bei Verletzungen. Ein physiologischer Anstieg tritt auch während der Schwangerschaft und Menstruation auf. Zudem ist Fibrinogen ein unabhängiger hämostatischer Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit.

Wann ist der Fibrinogenspiegel erhöht?

Ein erhöhter Fibrinogenspiegel wird beobachtet bei:

  • älteren Menschen,

  • Rauchern,

  • Übergewicht,

  • Schwangerschaft und Menopause,

  • Einnahme von hormoneller Kontrazeption oder Hormonersatztherapie,

  • nach Operationen,

  • nach Impfungen.

Ein signifikanter Anstieg kann zur Hyperkoagulabilität führen und das Risiko für die Entwicklung eines disseminierten intravasalen Gerinnungssyndroms (DIC) erhöhen. Hohe Fibrinogenspiegel stehen zudem im Zusammenhang mit altersbedingter Makuladegeneration, tiefer Venenthrombose sowie vaskulärer und Alzheimer-Demenz.

Erhöhte Fibrinogenwerte können auch auftreten bei:

  • Nierenerkrankungen (z. B. nephrotisches Syndrom, Glomerulonephritis, hämolytisch-urämisches Syndrom),

  • Kollagenosen (z. B. systemischer Lupus erythematodes, Panarteriitis nodosa),

  • paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie,

  • Krebserkrankungen,

  • thrombotisch-thrombozytopenischer Purpura.

Wann ist der Fibrinogenspiegel erniedrigt?

  • Angeborene Fibrinogenmangelzustände,

  • Lebererkrankungen (z. B. fulminante Hepatitis, Leberzirrhose, Lebernekrose, hepatisches Koma),

  • DIC (disseminierte intravasale Gerinnung),

  • fibrinolytische Diathesen (z. B. posttraumatisch, nach Verbrennungen, akute Promyelozytenleukämie, Tumore),

  • infektiöse Mononukleose,

  • Behandlung mit Fibrinolytika (z. B. Streptokinase, Urokinase) oder anderen Medikamenten (z. B. Phenobarbital, L-Asparaginase).

Wann ist die Bestimmung von Fibrinogen sinnvoll?

  • Bei Einnahme hormoneller Kontrazeptiva oder Hormonersatztherapie,

  • Lebererkrankungen,

  • Nierenerkrankungen,

  • Tumorerkrankungen,

  • Koronare Herzkrankheit.

Der FT3-Test (freies Trijodthyronin) dient zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Schilddrüsenerkrankungen. Er hilft unter anderem bei der Unterscheidung zwischen subklinischer Hypothyreose, T3-Toxikose und dem Low-T3-Syndrom.

FT3 ist die biologisch aktive, nicht an Eiweiße gebundene Form des Trijodthyronins (T3) im Blutplasma.
In der Regel wird FT3 gemeinsam mit FT4 und TSH gemessen, um die Schilddrüsenfunktion zu bewerten sowie eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse zu erkennen.

Wann ist die Bestimmung von FT3 besonders sinnvoll?

  • Morbus Basedow – FT3 steigt häufig stärker an als FT4. Ein hoher FT3-Wert kann auf eine fehlende Remission nach thyreostatischer Therapie hinweisen und gilt als Risikofaktor für eine orbitale Beteiligung nach einer Radiojodbehandlung.

  • Postpartale Hyperthyreose – wichtig zur Unterscheidung zwischen einer Schilddrüsenentzündung nach der Geburt und Morbus Basedow. Bei einer postpartalen Thyreoiditis ist FT4 vorrangig erhöht, bei Morbus Basedow FT3.

  • Autonomes Schilddrüsenadenom – insbesondere bei Personen aus Jodmangelgebieten.

  • Amiodaron-induzierte Hyperthyreose – zur Diagnosestellung sind erhöhte oder obere Normbereichswerte von FT3 bei gleichzeitig erniedrigtem TSH ausschlaggebend.

Die Bestimmung des freien Thyroxins (fT4) ist eine wichtige Ergänzungsuntersuchung bei Verdacht auf eine gestörte Regulation des TSH-Spiegels. Sie dient sowohl der Diagnostik als auch der Verlaufskontrolle von Schilddrüsenerkrankungen.

Bei einem auffälligen TSH-Wert ist die fT4-Bestimmung unerlässlich, um die Funktionsstörung der Schilddrüse genau beurteilen zu können.

Die Interpretation des fT4-Wertes sollte immer im Zusammenhang mit weiteren Schilddrüsenparametern erfolgen – insbesondere TSH (ein Hypophysenhormon) und fT3 (freies Trijodthyronin, ein weiteres Schilddrüsenhormon).

Wichtig: Veränderungen des TSH-Spiegels treten verzögert auf – meist 4 bis 6 Wochen nach hormonellen Veränderungen (sogenannte „hypophysäre Latenz“). In der klinischen Praxis ist das besonders relevant bei der Überwachung der Therapie – sowohl bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) als auch bei einer Überfunktion (Hyperthyreose) der Schilddrüse. Da TSH langsam reagiert, spiegeln seine Werte keine schnellen Hormonänderungen wider. Daher ist es in den ersten zwei Monaten einer Therapieumstellung (oder nach Dosisanpassungen) sinnvoll, primär den fT4-Wert – und ggf. den fT3-Wert – zu kontrollieren, bevor TSH erneut berücksichtigt wird.

Das Hormon fT4 wird im Rahmen einer umfassenden Schilddrüsendiagnostik bei Patientinnen und Patienten mit Symptomen einer Über- oder Unterfunktion eingesetzt.

Wichtig zu wissen:

Einige Medikamente können die fT4-Werte beeinflussen.
Erhöhungen sind möglich bei Einnahme von: Phenytoin, Carbamazepin, Furosemid, Östrogenen, Amiodaron, Heparin.
Senkungen treten auf bei: Androgenen, Glukokortikoiden, Dopamin, Acetylsalicylsäure (Aspirin) sowie bestimmten Schmerzmitteln.

Die Bestimmung der GGT-Aktivität ist ein wichtiger diagnostischer Marker zur Überwachung der Leber- und Gallenwegsfunktion.

Ein erhöhter GGT-Wert kann auf Gallensteine oder Lebererkrankungen hinweisen. Auch der regelmäßige Konsum selbst geringer Mengen Alkohol kann den GGT-Spiegel erhöhen. Darüber hinaus steigt der GGT-Wert häufig nach einer Antibiotikatherapie sowie bei der Einnahme von Schmerzmitteln, fiebersenkenden oder hormonellen Medikamenten.

Wer sollte einen GGT-Test durchführen lassen?

Ein GGT-Test wird empfohlen bei Verdacht auf:

  • Lebererkrankungen wie z. B. Hepatitis

  • Alkoholbedingte Leberschäden

  • Lebertumoren

  • Knochenerkrankungen als Ursache für erhöhte alkalische Phosphatase (ALP)

  • Entzündungen der Gallenwege

  • Gallensteine

Die Untersuchung ist auch ratsam nach einer längeren medikamentösen Therapie, zum Beispiel mit Phenobarbital.

Die Messung der Glukosekonzentration im Blutserum ist eine der grundlegenden diagnostischen Untersuchungen. Sie wird sowohl zur Früherkennung von Diabetes oder Prädiabetes als auch zur Diagnose und Überwachung der Behandlung von Diabetes eingesetzt. Besonders wichtig ist sie auch während der Schwangerschaft.

Was ist Glukose?

Glukose ist ein Monosaccharid, also ein Einfachzucker, der die wichtigste Energiequelle für den menschlichen Körper darstellt – und für das Gehirn sowie das Nervensystem sogar die einzige.

Referenzbereiche für den Nüchtern-Blutzucker:

  • Normalwert: 70–99 mg/dl

  • Gestörte Nüchternglukose (Prädiabetes): 100–125 mg/dl

  • Diabetes mellitus: ≥ 126 mg/dl (bei zweimaliger Messung)

Ursachen für abweichende Glukosewerte

Erhöhter Blutzucker (Hyperglykämie):

  • Diabetes mellitus Typ 1 (Insulinmangel) oder Typ 2 (Insulinresistenz)

  • Schwangerschaftsdiabetes

  • Schilddrüsenüberfunktion

  • Nebennierenüberfunktion

  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie):

  • Nebennierenunterfunktion

  • Insulinom (Insulin-produzierender Bauchspeicheldrüsentumor)

  • Falsche Diabetesbehandlung

  • Postprandiales Syndrom (z. B. nach Magenoperationen)

Für wen ist der Blutzuckertest empfohlen?

Laut den Empfehlungen der Diabetesgesellschaft sollte die Nüchternblutzuckerbestimmung durchgeführt werden:

  • Alle 3 Jahre – bei gesunden Personen ab dem 45. Lebensjahr

  • Jährlich – bei Personen mit erhöhtem Diabetesrisiko

Erhöhtes Risiko für Diabetes besteht bei:

  • Übergewicht oder Adipositas (BMI ≥ 25 kg/m², Taillenumfang > 80 cm bei Frauen, > 94 cm bei Männern)

  • Diabetes in der Familie (Eltern oder Geschwister)

  • Bluthochdruck (≥ 140/90 mmHg) und/oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Erhöhten Blutfettwerten (HDL-Cholesterin < 40 mg/dl und/oder Triglyzeride > 150 mg/dl)

  • Bewegungsmangel

  • Vorheriger Befund eines Prädiabetes (Glukose ≥ 100 mg/dl)

  • Schwangerschaftsdiabetes in der Vorgeschichte und/oder Geburt eines Kindes mit über 4 kg Körpergewicht

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Die Bestimmung des Hepatitis-B-Oberflächenantigens (HBsAg) ist ein grundlegender Screening-Test zur Erkennung akuter und chronischer Infektionen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV).

Bereits in der frühen, noch symptomfreien Phase einer Hepatitis-B-Erkrankung kann das HBs-Antigen im Blut nachgewiesen werden – oft noch bevor erste Krankheitsanzeichen auftreten. Der Nachweis dieses Antigens dient daher zur Diagnostik sowie zur Einschätzung einer potenziellen Ansteckungsgefahr.

Das sogenannte „Frühantigen“ ist im Blut durchschnittlich ab der 3. bis 6. Woche nach der Infektion nachweisbar und bleibt dort bis zu 10 Wochen bestehen. Seine Anwesenheit weist auf eine aktive, ansteckende Infektion hin. Wird HBsAg länger als 10–12 Wochen im Blut gefunden, kann dies auf eine chronische Verlaufsform der Erkrankung hindeuten.

Ein positives Testergebnis kann auf eine akute oder chronische Hepatitis-B-Infektion oder eine sogenannte Trägerschaft hinweisen – insbesondere, wenn das Antigen länger als sechs Monate im Blut verbleibt. Die Hauptübertragungswege des Hepatitis-B-Virus sind Blut und Blutprodukte, sexuelle Kontakte sowie die Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Geburt.

Wichtig: Eine Impfung gegen Hepatitis B führt nicht zu einem positiven HBsAg-Ergebnis. Das Antigen ist ausschließlich bei Personen nachweisbar, die mit dem Virus in Kontakt gekommen sind. Ein positives Ergebnis erfordert daher immer eine weiterführende medizinische Abklärung.

Wer sollte den HBsAg-Test durchführen lassen?

Der Test eignet sich für:

  • Screening im Rahmen der Hepatitis-B-Diagnostik (z. B. bei unspezifischen Symptomen, erhöhtem Risiko oder beruflicher Exposition),

  • Untersuchungen bei Blut- oder Organspendern,

  • Feststellung des Immunstatus vor einer geplanten Hepatitis-B-Impfung.

Der Anti-HBs-Test ermöglicht den Nachweis einer früheren Exposition gegenüber dem Hepatitis-B-Virus (HBV). Das Vorhandensein von Antikörpern im Blut weist entweder auf eine durchgemachte Infektion oder auf einen erfolgreichen Impfschutz hin.

Dieser Test dient der Diagnostik einer Hepatitis-B-Infektion und hilft dabei, das Krankheitsstadium zu bestimmen oder festzustellen, ob eine Impfung erforderlich ist (wenn keine Antikörper vorhanden sind). Anti-HBs-Antikörper entstehen etwa 4 bis 6 Monate nach einer Infektion und bleiben über viele Jahre im Blut nachweisbar.

Wann sollte der Anti-HBs-Test durchgeführt werden?

Der Test ist sinnvoll:

  • bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV),

  • bei Symptomen einer Hepatitis B nach möglichem Kontakt mit dem Virus,

  • bei der Abklärung unklarer Lebererkrankungen,

  • nach einer Hepatitis-B-Impfung zur Kontrolle des Impferfolgs,

  • oder nach abgeschlossener antiviraler Therapie.

Ein Bluttest auf Hepatitis-C-Antikörper (anti-HCV) ist ein wichtiger erster Schritt bei der Diagnostik einer Hepatitis-C-Infektion (HCV). Er dient als Screeningtest, um eine mögliche Infektion frühzeitig zu erkennen.

Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus treten durchschnittlich 7 Wochen nach der Infektion auf (zwischen 3 und 10 Wochen). Zum Zeitpunkt des Krankheitsausbruchs sind sie bei 50–70 % der infizierten Personen nachweisbar, nach 3 Monaten bei über 90 %. Bei bestimmten Patientengruppen – z. B. bei Personen mit geschwächtem Immunsystem, Dialysepatienten oder Menschen unter Immunsuppression – kann es sein, dass trotz bestehender Infektion keine Antikörper im Blut nachweisbar sind.

Der Nachweis von anti-HCV-Antikörpern bedeutet, dass eine Person aktuell mit HCV infiziert sein kann, das Virus in sich trägt oder in der Vergangenheit Kontakt mit dem Erreger hatte. Auch wenn häufig keine Symptome auftreten, kann eine HCV-Infektion zu einer chronischen Hepatitis, Leberzirrhose oder sogar zu Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom) führen.

Die meisten Betroffenen mit chronischer Infektion zeigen anfangs keine Beschwerden. Zu den häufigsten Symptomen zählen Müdigkeit und eine allgemeine Leistungsschwäche. In manchen Fällen kann es zu einer leicht vergrößerten Leber oder periodisch auftretender Gelbsucht kommen. Über 70 % der Erkrankten berichten von Beschwerden außerhalb der Leber, wie Hautveränderungen oder immunologischen Reaktionen. Häufig zeigen sich erste Symptome erst im Rahmen der Folgeerkrankungen.

Wichtig zu wissen:

Der Nachweis von Antikörpern allein reicht nicht für eine endgültige Diagnose. Bei einem positiven Ergebnis ist eine weitere Abklärung notwendig – insbesondere durch einen HCV-RNA-Test mittels Real-Time-PCR, um eine aktive Infektion zu bestätigen. Antikörper können sowohl bei akuter als auch bei chronischer oder durchgemachter Infektion nachweisbar sein. Sie verbleiben oft über viele Jahre oder lebenslang im Körper und bieten keinen Schutz vor einer erneuten Ansteckung.

Für wen ist der HCV-Antikörpertest sinnvoll?

Ein Test wird empfohlen, wenn ein mögliches Risiko einer Ansteckung durch Kontakt mit infiziertem Blut bestand – z. B. nach medizinischen Eingriffen, Tätowierungen, Piercings, beim Drogenkonsum oder bei ungeschütztem Sexualkontakt mit Risikopersonen. Aufgrund des sogenannten serologischen Fensters (Zeit bis zur Antikörperbildung) sollte der Test frühestens 4 Wochen nach einem möglichen Infektionszeitpunkt durchgeführt werden.

Auch ein erhöhter Leberwert – insbesondere die Alanin-Aminotransferase (ALT) über 35 U/l – kann auf eine mögliche Infektion hinweisen und ist ein wichtiger Anlass zur Testung.

Der HbA1c-Test dient der Beurteilung der Stoffwechseleinstellung bei Diabetes und gibt Auskunft über den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten drei Monate.

Der Gehalt an glykierter Hämoglobin ist direkt proportional zur durchschnittlichen Glukosekonzentration im Blut. Der HbA1c-Wert spiegelt somit die Blutzuckerkontrolle über ca. 3 Monate wider – entsprechend der Lebensdauer der roten Blutkörperchen.

Laut den aktuellen Richtlinien der Polnischen Diabetesgesellschaft (März 2021) stellt der HbA1c-Wert ein zusätzliches Kriterium zur Diabetes-Diagnose dar. Bereits ein einmaliger HbA1c-Wert von mindestens 48 mmol/mol (bzw. über 6,5 %) reicht aus, um die Diagnose Diabetes zu stellen.

Für wen ist der HbA1c-Test geeignet?

Der HbA1c-Test ist sowohl zur Erstdiagnose als auch zur regelmäßigen Kontrolle bei bereits diagnostiziertem Diabetes geeignet. Er hilft festzustellen, ob die aktuelle Therapie wirksam ist, und ermöglicht die Einschätzung des Risikos für mögliche Folgeerkrankungen.

Die Prothrombinzeit (PT) ist ein wichtiger Bluttest zur Beurteilung der Blutgerinnung. Er wird häufig eingesetzt, um angeborene oder erworbene Gerinnungsstörungen zu diagnostizieren und die Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Marcumar, Warfarin) zu überwachen.

Wann ist eine PT-/INR-Messung erforderlich?

Eine Verlängerung der Prothrombinzeit kann auf verschiedene gesundheitliche Probleme hinweisen, darunter:

  • Angeborene Mängel der Gerinnungsfaktoren II, V, VII und X
  • Störungen der Fibrinogenbildung und -polymerisation
  • Chronische Lebererkrankungen
  • Vitamin-K-Mangel
  • Behandlung mit blutverdünnenden Medikamenten (z. B. orale Antikoagulanzien)
  • Disseminierte intravasale Koagulation (DIC)
  • Das Vorhandensein von Gerinnungsinhibitoren (z. B. Heparin, Hirudin)
  • Erkrankungen wie Leukämie, Urämie oder Morbus Addison-Biermer

Für wen ist die Untersuchung geeignet?

Einzelpersonen – insbesondere Patienten unter Antikoagulationstherapie oder mit Verdacht auf Blutgerinnungsstörungen.

Unternehmen und medizinische Einrichtungen – zur regelmäßigen Kontrolle von Patienten oder Mitarbeitern, die einem erhöhten Risiko für Gerinnungsstörungen ausgesetzt sind.

Unsere modernen Labortests garantieren präzise und zuverlässige Ergebnisse. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung oder vereinbaren Sie direkt einen Termin für Ihre PT-/INR-Messung!

Die Bestimmung des Kreatininspiegels im Blutserum ist ein wesentlicher Bestandteil zur Beurteilung der Nierenfunktion. Diese Untersuchung findet Anwendung bei der Diagnose von Nierenerkrankungen, der Überwachung von Therapieverläufen sowie der Kontrolle der Wirksamkeit einer Dialysebehandlung.

Was ist Kreatinin?

Kreatinin ist ein Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels und wird fast ausschließlich über die Nieren ausgeschieden – genauer gesagt: durch die glomeruläre Filtration. Der Kreatininwert im Blut ist bei gesunden Personen relativ stabil und schwankt im Tagesverlauf nur minimal (bis zu 15 %).

Warum ist der Kreatininwert so wichtig?

Die Messung des Kreatinins erlaubt Rückschlüsse auf die Filterleistung der Nieren, also auf die sogenannte glomeruläre Filtrationsrate (GFR). Diese gibt an, welcher Anteil des durch die Nieren fließenden Blutes tatsächlich gefiltert wird – im Normalfall rund 10 %.

Wann ist der Kreatininwert erhöht?

Ein erhöhter Kreatininspiegel kann auf eine Verschlechterung der Nierenfunktion hinweisen, wie sie zum Beispiel bei akuter oder chronischer Niereninsuffizienz, bei verminderter Nierendurchblutung (z. B. durch Dehydratation oder Blutdruckabfall), bei Rhabdomyolyse, nach der Verabreichung von Kontrastmitteln oder bei Multiorganversagen und Schockzuständen auftreten kann. Ein anhaltend erhöhter Wert kann auf einen chronischen Krankheitsverlauf hindeuten.

Wann ist der Kreatininwert erniedrigt?

Ein niedriger Kreatininspiegel kann bei Personen mit geringer Muskelmasse, bei Unterernährung, bei streng kalorienreduzierten Diäten oder bei Muskelabbau (z. B. durch bestimmte Erkrankungen oder im Alter) auftreten.

Für wen ist die Kreatinin-Bestimmung sinnvoll?

Die Untersuchung des Kreatininwerts wird empfohlen bei:

  • Symptomen, die auf eine Störung der Harnwege hindeuten

  • Verlaufskontrollen bei bestehenden Nierenerkrankungen

  • Einnahme bestimmter Medikamente, die die Nierenfunktion beeinflussen können

  • Vorsorgeuntersuchungen bei Risikogruppen.

Was ist Folsäure und warum ist sie wichtig?

Folsäure ist ein essentielles Vitamin der B-Gruppe (Vitamin B9), das eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen (gemeinsam mit Vitamin B12) sowie bei der Entwicklung des Nervensystems spielt. Sie ist auch an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, insbesondere am Aminosäurestoffwechsel.

Ein Mangel an Folsäure kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, darunter:

  • Megaloblastäre Anämie

  • Fehlbildungen des Neuralrohrs beim Fötus

  • Erhöhter Homocysteinspiegel im Blut

  • Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Störungen der DNA-Methylierung, die zur Entwicklung von Dickdarmkrebs und anderen Tumoren beitragen können.

Ursachen eines Folsäuremangels

Ein Mangel kann entstehen durch:

  • Eine folsäurearme Ernährung (Folsäure ist enthalten in: Leber, Spinat, grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten, Orangensaft)

  • Unsachgemäße Lagerung oder zu lange Zubereitung von Gemüse (Folsäure ist hitze- und lichtempfindlich)

  • Resorptionsstörungen bei Erkrankungen des Verdauungstraktes

  • Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antiepileptika, Antibabypille, Zytostatika, Malariamittel)

  • Alkoholmissbrauch

  • Enzymdefekte.

Symptome eines Folsäuremangels

  • Entzündungen in Mund und Zunge

  • Blasse Haut

  • Frühzeitiges Ergrauen

  • Erschöpfung, Schlafstörungen

  • Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen.

Für wen ist die Folsäure-Testung sinnvoll?

Ein Folsäuretest wird empfohlen für:

  • Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und stillende Mütter

  • Ältere Menschen mit erhöhter Mangeltendenz

  • Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder Resorptionsstörungen

  • Personen mit erhöhtem Homocysteinspiegel

  • Personen, die regelmäßig Medikamente wie Magensäurehemmer, Antiepileptika oder hormonelle Verhütungsmittel einnehmen

  • Alkoholabhängige

  • Säuglinge und Kinder im intensiven Wachstumsalter (besonders zwischen dem 2. und 17. Lebensmonat)

  • Menschen mit unausgewogener, stark verarbeiteter Ernährung.

Vertrauen Sie auf präzise Diagnostik – für Ihre Gesundheit oder die Ihrer Patienten.

Sie sind eine Privatperson? Vereinbaren Sie einfach einen Termin.
Sie betreiben eine Praxis oder medizinische Einrichtung? Kontaktieren Sie uns für individuelle Angebote und Laborlösungen.

Was ist Folsäure und warum ist sie wichtig?

Folsäure ist ein essentielles Vitamin der B-Gruppe (Vitamin B9), das eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen (gemeinsam mit Vitamin B12) sowie bei der Entwicklung des Nervensystems spielt. Sie ist auch an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, insbesondere am Aminosäurestoffwechsel.

Ein Mangel an Folsäure kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, darunter:

  • Megaloblastäre Anämie

  • Fehlbildungen des Neuralrohrs beim Fötus

  • Erhöhter Homocysteinspiegel im Blut

  • Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Störungen der DNA-Methylierung, die zur Entwicklung von Dickdarmkrebs und anderen Tumoren beitragen können.

Ursachen eines Folsäuremangels

Ein Mangel kann entstehen durch:

  • Eine folsäurearme Ernährung (Folsäure ist enthalten in: Leber, Spinat, grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten, Orangensaft)

  • Unsachgemäße Lagerung oder zu lange Zubereitung von Gemüse (Folsäure ist hitze- und lichtempfindlich)

  • Resorptionsstörungen bei Erkrankungen des Verdauungstraktes

  • Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antiepileptika, Antibabypille, Zytostatika, Malariamittel)

  • Alkoholmissbrauch

  • Enzymdefekte.

Symptome eines Folsäuremangels

  • Entzündungen in Mund und Zunge

  • Blasse Haut

  • Frühzeitiges Ergrauen

  • Erschöpfung, Schlafstörungen

  • Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen.

Für wen ist die Folsäure-Testung sinnvoll?

Ein Folsäuretest wird empfohlen für:

  • Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und stillende Mütter

  • Ältere Menschen mit erhöhter Mangeltendenz

  • Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder Resorptionsstörungen

  • Personen mit erhöhtem Homocysteinspiegel

  • Personen, die regelmäßig Medikamente wie Magensäurehemmer, Antiepileptika oder hormonelle Verhütungsmittel einnehmen

  • Alkoholabhängige

  • Säuglinge und Kinder im intensiven Wachstumsalter (besonders zwischen dem 2. und 17. Lebensmonat)

  • Menschen mit unausgewogener, stark verarbeiteter Ernährung.

Vertrauen Sie auf präzise Diagnostik – für Ihre Gesundheit oder die Ihrer Patienten.

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Harnsäure im Serum – Warum ist diese Untersuchung wichtig?

Harnsäure ist ein anerkannter Marker für ein erhöhtes Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung und dem Fortschreiten sogenannter Zivilisationskrankheiten. Die Bestimmung der Harnsäurekonzentration im Blutserum hilft nicht nur bei der Diagnose der Gicht (Urikopathie, Arthritis urica), sondern wird auch in der Abklärung von Nierensteinen eingesetzt.

Ein erhöhter Harnsäurespiegel kann zu verstärktem oxidativem Stress, chronischen Entzündungen und einem Mangel an Stickstoffmonoxid führen. Klinisch äußert sich dies in einem erhöhten Risiko für Endotheldysfunktion, Arteriosklerose (einschließlich koronarer Herzkrankheit), Bluthochdruck, chronischer Nierenerkrankung, Insulinresistenz und metabolischem Syndrom. Diese negativen Folgen betreffen sowohl Patienten mit diagnostizierter Gicht als auch Personen mit asymptomatisch erhöhten Harnsäurewerten.

Mögliche Ursachen für erhöhte Harnsäurewerte:

  • bermäßiger Verzehr purinreicher Lebensmittel, insbesondere Fleisch, Wurstwaren, Käse, Hülsenfrüchte (z. B. Bohnen, Kichererbsen, Erbsen),

  • Alkoholgenuss, insbesondere hochprozentiger Alkohol, der den Purinabbau fördert,

  • Verminderte Ausscheidung durch die Nieren (z. B. bei Niereninsuffizienz oder durch Einnahme von Diuretika bei Bluthochdruck),

  • Gewebeabbau, etwa bei Leukämie, Anämie oder im Rahmen einer Chemotherapie.

Besonders gefährdet sind Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht oder einem ungesunden Lebensstil.

Für wen ist der Harnsäuretest sinnvoll?

Die Untersuchung der Harnsäure im Blutserum empfiehlt sich bei:

  • Diagnose und Verlaufskontrolle von Gicht und Nierensteinen,

  • Überwachung während bestimmter Chemotherapie- oder Strahlentherapie-Behandlungen,

  • Diagnose von Nierenfunktionsstörungen,

  • Diabetes mellitus,

  • Regelmäßigen Gesundheits-Checks – insbesondere zusammen mit einem Lipidprofil bei Patienten mit Bluthochdruck.

Hinweis: Ein erhöhter Harnsäurespiegel ist – ähnlich wie ein zu hoher LDL-Cholesterinwert – mit einem gesteigerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Aus diesem Grund lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle, vorzugsweise gemeinsam mit einem Lipidprofil.

Die Bestimmung des Magnesiumspiegels im Blut ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik von Mangelzuständen dieses Elements. Sie ist ebenso bedeutsam bei der Überwachung von Behandlungen mit Diuretika sowie bei der Abklärung von Herzrhythmusstörungen, Muskel- und Nervensystembeschwerden.

Warum ist eine Magnesiumuntersuchung wichtig?

Der Magnesiumspiegel wird analysiert, um sowohl Mangelerscheinungen (Hypomagnesiämie) als auch Überdosierungen (Hypermagnesiämie) festzustellen.

Ein Magnesiummangel kann zahlreiche gesundheitliche Probleme begünstigen, wie z. B.:

  • Bluthochdruck

  • Koronarspasmen

  • Arteriosklerose

  • Nierensteine

  • Typ-2-Diabetes

  • Herzrhythmusstörungen

  • Neurologische und psychische Störungen (Apathie, Depression, Verwirrtheit, Nystagmus)

  • Muskel-Nerven-Störungen (Zittern, Schwäche der Atemmuskulatur)

  • Kalziummangel durch beeinträchtigte Hormonregulation.

Ursachen eines Magnesiummangels:

  • Unzureichende Zufuhr über die Ernährung

  • Parenterale Ernährung mit zu wenig Magnesium

  • Chronische Verdauungs- oder Resorptionsstörungen

  • Langfristige Einnahme von Protonenpumpenhemmern

  • Primärer Hyperaldosteronismus

  • Chronischer Alkoholismus

  • Erhöhte Kalzium- oder verminderte Kaliumwerte im Blut

  • Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Diuretika, Aminoglykoside, Cisplatin, Amphotericin B, Ciclosporin, Tacrolimus)

  • Erkrankungen der Nieren (z. B. tubuläre Störungen, familiäre Hypomagnesiämie)

  • Erbrechen, Durchfall, Fisteln im Verdauungstrakt

  • Akute Pankreatitis

  • Diabetische Ketoazidose-Therapie

  • Refeeding-Syndrom bei älteren Menschen

  • Stress (aktiviertes sympathisches Nervensystem).

Was ist Hypermagnesiämie?

Ein zu hoher Magnesiumspiegel im Blut ist selten und tritt meist bei Personen mit Niereninsuffizienz auf, die übermäßig magnesiumhaltige Präparate einnehmen.

Typische Symptome einer Hypermagnesiämie sind:

Kribbeln, Gesichtsrötung, Muskelschwäche, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Harnverhalt.

Wann sollte eine Magnesiumuntersuchung durchgeführt werden?

Die Analyse des Magnesiumspiegels wird empfohlen bei:

  • Symptomen wie Schwäche, Reizbarkeit, Herzrhythmusstörungen, Übelkeit oder Durchfall

  • Auffälligen Kalzium- oder Kaliumwerten

  • Therapie mit Diuretika

  • Geplanter Magnesiumsupplementierung.

Die Bestimmung des Harnstoffspiegels im Blut ist ein grundlegender Test zur Beurteilung der Nierenfunktion, zur Überwachung von Nierenerkrankungen sowie zur Kontrolle von Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen.

Da Harnstoff in der Leber gebildet und über die Nieren ausgeschieden wird, kann sein Blutspiegel durch Erkrankungen dieser Organe beeinflusst werden. Unter normalen Bedingungen wird Harnstoff von der Leber produziert, ins Blut abgegeben und anschließend mit dem Urin über die Nieren ausgeschieden. Der Harnstoffspiegel bleibt dabei im Gleichgewicht – er steigt, wenn die Leberproduktion zunimmt oder die Nierenausscheidung eingeschränkt ist.

Auch andere Faktoren wie Eiweißzufuhr über die Nahrung, die Proteinsynthese in der Leber oder der körpereigene Proteinabbau können den Wert beeinflussen.

Wann kann ein erhöhter Harnstoffspiegel auftreten?

  • Akutes oder chronisches Nierenversagen

  • Eiweißreiche Ernährung

  • Behandlung mit Steroiden oder Chemotherapeutika

  • Harnwegsobstruktion.

Mögliche Ursachen für einen erniedrigten Harnstoffspiegel:

  • Eiweißarme Ernährung

  • Mangelernährung

  • Leberzirrhose.

Für wen ist der Harnstofftest empfohlen?

Die Bestimmung des Harnstoffs im Blut (oft zusammen mit Kreatinin) wird empfohlen bei:

  • Verdacht auf Nierenerkrankungen

  • Überwachung der Nierenfunktion bei Patienten mit diagnostizierten Erkrankungen oder chronischen Leiden (z. B. Diabetes, Herzinsuffizienz)

  • Patienten, die dialysiert werden.

Darüber hinaus ist der Test hilfreich bei:

  • Beurteilung der anabolen und katabolen Stoffwechselvorgänge

  • Einschätzung des Ausmaßes einer urämischen Toxikose bei Niereninsuffizienz

  • Überwachung des Stoffwechselzustands bei Dialysepatienten

  • Differenzierung zwischen prärenaler und postrenaler Azotämie (in Kombination mit Kreatininmessung).

Das große Blutbild ist eine der wichtigsten und am häufigsten durchgeführten Blutuntersuchungen. Es liefert wertvolle Informationen über die Blutzellen (auch Blutelemente genannt) – sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht.

Diese Untersuchung ermöglicht eine umfassende Einschätzung des allgemeinen Gesundheitszustandes und kann Hinweise auf Funktionsstörungen einzelner Organe geben.

Ein Mangel oder Überschuss bestimmter Blutzellen kann sich direkt auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit auswirken:

  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten): Ein Mangel führt zu Sauerstoffmangel im Gewebe (Anzeichen wie reduzierte Belastbarkeit oder schnelle Erschöpfung). Eine erhöhte Anzahl kann auf eine sogenannte Polyglobulie oder eine sekundäre Erythrozytose hinweisen, z. B. bei Rauchern oder Patienten mit chronischen Herz- und Lungenerkrankungen.

  • Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): Sie sind essenziell für die Immunabwehr. Ein Anstieg kann auf bakterielle Infektionen, Gewebeschäden (z. B. Herzinfarkt, Verbrennungen), Tumore oder akute Blutungen hindeuten. Ein Mangel kann durch Virusinfektionen, schwere bakterielle Infektionen (z. B. Tuberkulose), Vitamin-B12- oder Folsäuremangel sowie Knochenmarksschädigungen verursacht werden.

  • Blutplättchen (Thrombozyten): Ein Mangel kann zu Blutungsneigungen führen, während eine erhöhte Anzahl sowohl Thrombosen als auch Blutungsneigung begünstigen kann – insbesondere nach Operationen oder starken Blutverlusten.

Für wen ist die Untersuchung sinnvoll?

Die Blutbilduntersuchung ist sowohl für Privatpersonen, die ihre Gesundheit im Blick behalten möchten, als auch für Unternehmen, die im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen anbieten, empfehlenswert.

Wie oft sollte man das Blutbild machen?

Mindestens einmal jährlich! Die regelmäßige Durchführung eines großen Blutbildes hilft, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Es ist ein wertvolles Instrument zur Gesundheitsvorsorge sowie zur Verlaufskontrolle bei bestehenden Therapien.

Die Blutsenkungsgeschwindigkeit, auch als Biernacki-Reaktion (BSG) bekannt, ist ein wichtiger Marker zur Erkennung von Entzündungen im Körper. Der Test misst, wie schnell sich die roten Blutkörperchen in einer nicht gerinnenden Blutprobe innerhalb einer Stunde absetzen. Eine beschleunigte Senkungsgeschwindigkeit kann auf das Vorhandensein eines entzündlichen Prozesses hinweisen, da der Spiegel bestimmter Proteine (vor allem Fibrinogen) ansteigt. Diese Proteine fördern das Verklumpen der Erythrozyten und damit ihre schnellere Absenkung.

Ein erhöhter BSG-Wert kann beispielsweise bei folgenden Zuständen auftreten:

  • Infektionen der Atemwege

  • Halsentzündungen

  • Karies.

Deutlich erhöhte Werte können zudem auf ernstere Erkrankungen hinweisen, wie:

  • Infektionskrankheiten

  • Rheumatische Erkrankungen

  • Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion

  • Organverletzungen.

Auch bestimmte physiologische Zustände wie starker Stress, Menstruation, Schwangerschaft, Wochenbett oder die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel können zu einem Anstieg der BSG führen.

Ein erniedrigter BSG-Wert kann auf folgende Ursachen hindeuten:

  • Blutarmut (Anämie)

  • Polyzythämie (vermehrte Bildung roter Blutkörperchen)

  • Allergien

  • Fibrinogenmangel

  • Gerinnungsstörungen.

Wir empfehlen, die Blutsenkungsgeschwindigkeit mindestens einmal jährlich im Rahmen eines Gesundheitschecks zu überprüfen – unabhängig davon, ob Beschwerden bestehen. Die BSG ist auch dann besonders wichtig, wenn der Verdacht auf eine Entzündung besteht oder bereits chronisch-entzündliche Erkrankungen diagnostiziert wurden.

Die Kaliumuntersuchung dient der Bestimmung des Kaliumspiegels im Körper. Sie ist ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel bei der Beurteilung von Elektrolytstörungen sowie bei Verdacht auf Hyperkaliämie (erhöhter Kaliumspiegel) oder Hypokaliämie (erniedrigter Kaliumspiegel).

Kalium ist das wichtigste intrazelluläre Kation und spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts des Körpers.

Die wichtigsten Funktionen von Kalium im Körper:

  • Regulierung des osmotischen Drucks in den Körperflüssigkeiten (gemeinsam mit Natrium)

  • Beteiligung an der Weiterleitung von Nervenimpulsen im Nerven- und Muskelsystem

  • Aktivierung zahlreicher Enzymreaktionen

  • Mitwirkung am Kohlenhydratstoffwechsel, an der Proteinsynthese und am Aminosäuretransport durch Zellmembranen.

Symptome eines Kaliummangels (Hypokaliämie):

Ein Kaliumdefizit tritt selten auf, da Kalium in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Es kann jedoch bei Menschen in heißen Klimazonen oder bei intensiver körperlicher Aktivität auftreten. Ein niedriger Kaliumspiegel in Muskelzellen kann zu Muskelschwäche führen – im Herzmuskel sogar zu Herzrhythmusstörungen (z. B. Tachykardie).

Hypokaliämie kann auftreten bei:

  • Erkrankungen mit Erbrechen oder Durchfall

  • Essstörungen (z. B. Anorexie, Bulimie)

  • Einnahme von Diuretika oder Abführmitteln

  • Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Kortikosteroide, β-Agonisten wie Isoproterenol, α-Antagonisten wie Clonidin, Antibiotika wie Gentamycin und Carbenicillin, sowie Amphotericin B).

Kaliumüberschuss (Hyperkaliämie) – worauf achten?

Ein erhöhter Kaliumspiegel tritt häufig bei übermäßiger Kaliumzufuhr auf – insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme kaliumsparender Diuretika. Weitere Risikofaktoren sind:

  • fortgeschrittenes Alter

  • Nierenerkrankungen

  • Insulinmangel.

Wer sollte seinen Kaliumwert überprüfen lassen?

Die Kaliumbestimmung im Serum ist ein Bestandteil routinemäßiger Laborkontrollen – besonders bei:

  • Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck)

  • Personen mit Nierenerkrankungen, einschließlich Dialysepatienten.

Zusätzlich ist die Untersuchung empfehlenswert bei Symptomen wie:

  • allgemeiner Schwäche

  • Herzrhythmusstörungen

  • anhaltendem Durchfall oder Erbrechen.

Die Prolaktinbestimmung erfolgt durch Messung der Konzentration dieses Hormons im Blutserum. Die Untersuchung ist besonders empfehlenswert bei Symptomen, die auf einen erhöhten Prolaktinspiegel (Hyperprolaktinämie) hinweisen könnten. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Abklärung von Gesundheitsproblemen wie Menstruationsstörungen, Unfruchtbarkeit, Galaktorrhoe, Brustschmerzen (Mastalgie), fibrozystischer Mastopathie sowie bei Verdacht auf Hypophysenadenome. Die Analyse erfolgt mittels Chemilumineszenzverfahren.

Was ist Hyperprolaktinämie?

Ein erhöhter Prolaktinspiegel im Blutserum oberhalb des Referenzbereichs wird als Hyperprolaktinämie bezeichnet – eine der häufigsten endokrinologischen Störungen, insbesondere bei Frauen.

Die Ursachen lassen sich in drei Hauptgruppen einteilen:

  • Physiologisch: Schwangerschaft, Stillzeit, Stress, Schlaf, körperliche Anstrengung, reichhaltige Mahlzeiten

  • Pathologisch: Hypophysenadenome, Schilddrüsenunterfunktion, polyzystisches Ovarialsyndrom, Empty-Sella-Syndrom, Nieren- oder Leberinsuffizienz

  • Pharmakologisch: Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Neuroleptika, Antidepressiva, Antiemetika, Antihistaminika, Hormonpräparate, Opiate, Alkaloidderivate, bestimmte Blutdrucksenker oder Drogen wie Marihuana).

Symptome bei erhöhtem Prolaktinspiegel

Bei Frauen:

  • Zyklusstörungen, ausbleibender Eisprung oder sekundäre Amenorrhö

  • Galaktorrhoe, Mastalgie, fibrozystische Mastopathie

  • Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, Angstzustände.

Bei Männern:

  • Erektionsstörungen, Libidoverlust, Impotenz

  • Gynäkomastie, Galaktorrhoe (selten)

  • Reduzierte Spermienzahl und -beweglichkeit, Hodenhypotrophie, verminderter Samenerguss

  • Depression, Gewichtszunahme.

Bei beiden Geschlechtern:

  • Kopfschmerzen und Sehstörungen – insbesondere bei großen Hypophysenadenomen (Makroadenome).

Was ist Hypoprolaktinämie?

Ein zu niedriger Prolaktinspiegel ist sehr selten. Ursachen können z. B. ein Hypophyseninfarkt oder tumorbedingte Zerstörung der Hypophyse sein. Eine zu geringe Prolaktinproduktion kann das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen.

Wann ist eine Prolaktinuntersuchung sinnvoll?

  • Bei Frauen mit Menstruationsstörungen (v. a. sekundäre Amenorrhö), Libidoverlust, Unfruchtbarkeit, Galaktorrhoe, Lutealphasenschwäche, Hypogonadismus, Akne, Mastopathie, Brustschmerzen

  • Bei Männern mit Libidoverlust, Impotenz, Galaktorrhoe oder Gynäkomastie

  • Bei beiden Geschlechtern mit anhaltenden Kopfschmerzen oder Sehstörungen.

Ein stark erhöhter Prolaktinspiegel (> 150–200 ng/ml) kann auf ein prolaktinproduzierendes Hypophysenadenom (Prolaktinom) hindeuten.

Vorbereitung auf die Blutabnahme:

  • Die Blutentnahme sollte idealerweise 2–3 Stunden nach dem Aufwachen erfolgen.

  • Frauen sollten mit ihrem Arzt besprechen, an welchem Zyklustag die Untersuchung durchgeführt werden sollte.

  • Stress ist möglichst zu vermeiden.

  • Das Stimulieren der Brustwarzen kann den Prolaktinspiegel beeinflussen.

  • Auch hormonelle Verhütungsmittel können den Wert verändern.

Die Bestimmung des Gesamt-PSA-Werts im Blutserum gehört zu den wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Prostatakrebs. Bei Männern ab 50 Jahren ist der PSA-Wert der wichtigste prädiktive Marker für diese Erkrankung – auch dann, wenn noch keine Symptome vorliegen.

Ein niedriger PSA-Wert im Blut deutet meist auf eine gesunde Prostata hin. Ein erhöhter PSA-Wert kann hingegen auf verschiedene Erkrankungen der Prostata hindeuten, wie z. B. Entzündungen, eine gutartige Prostatavergrößerung oder Prostatakrebs.

PSA kann jedoch auch in anderen Geweben und Flüssigkeiten nachgewiesen werden, z. B. bei Brustkrebs, Tumoren der Speicheldrüsen, periurethralen oder perianalen Drüsen, in Epithelzellen der männlichen Harnröhre, in Muttermilch, Blut oder Urin.

Empfehlungen der Europäischen Urologischen Gesellschaft (EAU):

  • Erstuntersuchung zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr.

  • Bei einem PSA-Wert <1 ng/ml: nächste Kontrolle nach 8 Jahren.

  • Bei einem Wert >1 ng/ml bei Männern zwischen 45 und 59 Jahren oder >2 ng/ml bei Männern ab 60 Jahren: Folgeuntersuchungen alle 2–4 Jahre.

  • Nach dem 75. Lebensjahr wird eine PSA-Bestimmung nicht empfohlen, da ein erhöhtes Risiko besteht, klinisch unbedeutende Erkrankungen zu entdecken, die unnötige Behandlungen nach sich ziehen können.

Jeder PSA-Befund sollte mit einem Urologen besprochen werden.

Für wen ist die PSA-Gesamtuntersuchung besonders wichtig?

Die Untersuchung eignet sich zur Früherkennung bei Männern im Alter zwischen 45 und 75 Jahren – unabhängig von Symptomen.

Besonders relevant ist die PSA-Bestimmung bei Patienten, die bereits wegen Prostatakrebs behandelt wurden – sei es chirurgisch oder konservativ. Bleibt der PSA-Wert nach der Therapie erhöht oder steigt erneut an, kann dies auf einen Rückfall (Rezidiv) oder eine verbliebene Erkrankung hinweisen.

Der PSA-Test ist ein weltweit anerkanntes Verfahren zur Früherkennung, Verlaufskontrolle und Nachsorge bei Prostatakrebs sowie ein Marker für benigne Prostatahyperplasie (BPH).

Die Bestimmung des Retikulozytenanteils im Blut gibt Auskunft über die Produktion neuer roter Blutkörperchen (Erythrozyten). Retikulozyten sind deren unreife Vorstufe. Diese Untersuchung ist ein wichtiger Bestandteil der Anämie-Diagnostik und ermöglicht die Unterscheidung verschiedener Anämieformen.

Ein erhöhter Retikulozytenwert weist auf eine gesteigerte Neubildung von Erythrozyten hin – beispielsweise als Reaktion auf einen Blutverlust oder eine bestehende Anämie. Die Untersuchung wird empfohlen bei Verdacht auf Blutarmut und wird auch zur Therapiekontrolle eingesetzt, etwa bei einer Behandlung mit Erythropoetin (z. B. nach einer Knochenmarktransplantation).

Typische Symptome einer Eisenmangelanämie können sein:

  • brüchiges oder ausfallendes Haar

  • Müdigkeit, Schwächegefühl

  • Schwindel oder Ohnmacht

  • trockene Haut und Schleimhäute

  • erhöhte Infektanfälligkeit

  • gedrückte Stimmung und Stressanfälligkeit.

Diese Untersuchung eignet sich sowohl für Einzelpersonen, die ihre Gesundheit im Blick behalten möchten, als auch für medizinische Einrichtungen, die eine zuverlässige Diagnostik und Therapiekontrolle anbieten wollen.

Die Bestimmung des Natriumspiegels im Serum ist eine wichtige Untersuchung zur Beurteilung des Wasser- und Elektrolythaushalts im Körper. Sie wird insbesondere empfohlen bei Dehydratation, Ödemen sowie zur Überwachung bestimmter chronischer Erkrankungen wie Bluthochdruck, Hypotonie oder Nierenerkrankungen.

Natrium ist ein essenzieller Makroelement und der Hauptkation der extrazellulären Flüssigkeit. Ein Ungleichgewicht – entweder ein Mangel oder ein Überschuss – kann zu erheblichen Störungen im Flüssigkeitshaushalt führen.

Natriummangel (Hyponatriämie)

Ein Natriummangel ist heutzutage selten, kann aber auftreten, z. B. durch die Einnahme von Diuretika, intensive körperliche Anstrengung oder hohe Umgebungstemperaturen. Bei langsamen Veränderungen kann sich der Körper anpassen und die Natriumausscheidung über Schweiß und Nieren regulieren. Mögliche Symptome eines Mangels sind allgemeine Schwäche, Appetitlosigkeit und Übelkeit.

Natriumüberschuss (Hypernatriämie)

Ein weitaus häufigeres Problem stellt heute die übermäßige Natriumzufuhr dar. Laut WHO-Empfehlung sollte die tägliche Zufuhr von Kochsalz 6 g nicht überschreiten – in vielen Ländern, darunter auch Polen, liegt sie deutlich höher. Dies kann zu einem erhöhten Natriumspiegel im Blut führen, mit möglichen Folgen wie gesteigertem Durst, Wasserretention, Ödemen sowie klinischen Komplikationen wie:

  • Bluthochdruck

  • Nierenfunktionsstörungen

  • Leber- oder Schilddrüsenerkrankungen

  • Erhöhtes Risiko für Schlaganfall und Magenkrebs.

Für wen ist die Untersuchung des Serumnatriums sinnvoll?

Die Natriumbestimmung im Blut wird empfohlen bei Verdacht auf Hyponatriämie (zu niedriger Spiegel) oder Hypernatriämie (zu hoher Spiegel). Sie gehört zu den Basisuntersuchungen und wird häufig gemeinsam mit anderen Elektrolyten (z. B. Kalium, Chlorid) durchgeführt – insbesondere bei Personen mit:

  • Arterieller Hypertonie

  • Herzinsuffizienz

  • Nierenerkrankungen

  • Lebererkrankungen.

Auch bei Patient:innen, die Diuretika einnehmen, sollte der Natriumspiegel regelmäßig kontrolliert werden.
Typische Symptome, die auf eine Störung des Natriumhaushalts hinweisen können, sind:

  • Bei Hypernatriämie: Ödeme, starker Durst, verminderte Urinausscheidung

  • Bei Hyponatriämie: Schwächegefühl, Apathie, Verwirrtheit.

Der WR-Screeningtest (Wassermann-Reaktion) ist ein qualitativ durchgeführter immunochemischer Labortest, mit dem sich verschiedene Antikörper gegen die Bakterienart Treponema pallidum (der Erreger der Syphilis) im Blutserum nachweisen lassen. Ein negatives Testergebnis schließt eine Infektion mit Syphilis aus. Bei einem nicht-negativen Testergebnis ist eine weiterführende Diagnostik mittels eines Bestätigungstests (WR-RPR) erforderlich.

Der WR-Screeningtest gehört zu den primären Kontrolluntersuchungen im Rahmen der Diagnostik sexuell übertragbarer Infektionen. Er dient dem Nachweis von Antikörpern gegen die Erreger der Syphilis.

Syphilis wird durch das spiralförmige Bakterium Treponema pallidum verursacht. Die Krankheit ist weltweit verbreitet und bei frühzeitiger Diagnose gut behandelbar – unbehandelt kann sie jedoch schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

Die Übertragung erfolgt meist durch sexuellen Kontakt – insbesondere durch direkten Kontakt mit Hautläsionen, Schleimhäuten oder über den Blutweg. Schwangere Frauen können die Infektion über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen, was zu einer angeborenen Syphilis führen kann.

Ein negatives Ergebnis beim WR-Screeningtest bedeutet, dass keine Infektion nachgewiesen wurde.

Positive (reaktive) Screening-Ergebnisse werden nicht direkt ausgegeben. In diesen Fällen führt das Labor automatisch eine spezifischere Untersuchung mittels des Bestätigungstests WR-RPR (quantitativer RPR + TPHA) durch. Diese weiterführende Diagnostik liefert ein abschließendes Ergebnis, was zu einer leicht verlängerten Wartezeit führen kann.

Wer sollte den Syphilis-Screeningtest durchführen lassen – und wann?

Der WR-Screeningtest ist besonders empfohlen für:

  • Personen mit Verdacht auf eine sexuell übertragene Infektion

  • Schwangere Frauen – routinemäßig im 1. und 3. Trimester sowie zur Geburt – zur Prävention angeborener Syphilis

  • Blut- und Organspender

  • Personen mit typischen Symptomen wie:

      • schmerzlose Geschwüre oder Wunden im Intimbereich

      • nicht juckender Ausschlag an Händen und Füßen

      • kreisrunder Haarausfall

      • Hals- und Kopfschmerzen, Fieber, Muskelschmerzen

      • geschwollene Lymphknoten.

Testosteron ist ein Steroidhormon und stellt bei Männern das wichtigste Androgen dar. Es ist entscheidend für die sexuelle Reifung, die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale sowie für das Muskelwachstum und die Proteinsynthese.

Ein erhöhter Testosteronspiegel bei jungen Männern kann zu einer verfrühten Pubertät führen, während ein Überschuss bei Frauen sogenannte Vermännlichungserscheinungen (z. B. Hirsutismus oder das Ausbleiben der Menstruation) verursachen kann. Ein zu niedriger Spiegel bei Männern weist häufig auf einen Hypogonadismus hin.

Wann sollte der Testosteronspiegel überprüft werden?

Sowohl bei Frauen als auch bei Männern kann eine Störung des Hormonhaushalts schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit und Fruchtbarkeit haben. Bei Frauen äußern sich hormonelle Ungleichgewichte oft durch unregelmäßige Zyklen, fehlenden Eisprung oder das vollständige Ausbleiben der Menstruation – häufige Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch.

Typische Indikationen für einen Testosterontest bei Frauen:

  • Unregelmäßige oder ausbleibende Monatsblutungen

  • Schwierigkeiten, schwanger zu werden

  • Übermäßiger Haarwuchs im Gesicht und am Körper, männlicher Haarausfall.

Testosteron und körperliche Belastung.

Körperliche Aktivität hat einen deutlichen Einfluss auf den Testosteronspiegel. Kurzzeitige Belastungen wie Sprints können den Spiegel erhöhen, während anhaltender, intensiver Sport – insbesondere unter psychischem Stress – zu einem Rückgang führt. Dies kann bei Leistungssportlern zu eingeschränkten Regenerationsprozessen im Muskelgewebe führen, mit erhöhtem Risiko für Verletzungen und Muskelschäden, inklusive Rhabdomyolyse.

Warum ist eine regelmäßige Kontrolle wichtig?

Die Testosteronproduktion unterliegt einem natürlichen Tagesrhythmus – der Höchstwert wird zwischen 4:00 und 8:00 Uhr morgens erreicht. Daher empfehlen wir, Blutproben für den Testosteronwert zwischen 8:00 und 9:00 Uhr morgens zu entnehmen. Für wiederholte Tests ist es wichtig, die gleiche Uhrzeit einzuhalten, da Schwankungen von bis zu 50 % auftreten können.

Wir empfehlen die regelmäßige Überprüfung des Testosteronspiegels insbesondere bei:

  • Personen mit Fertilitätsproblemen

  • Frauen mit Zyklusstörungen oder Hirsutismus

  • Athleten, die intensiv trainieren oder Supplemente verwenden

  • Personen mit Verdacht auf hormonelle Dysbalancen.

Achtung bei Testosteronpräparaten.

Die unkontrollierte Einnahme von testosteronhaltigen oder androgen-anabolen Präparaten kann schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hautveränderungen, Haarverlust, hormonelle Störungen und sogar das Risiko für Tumorbildungen (z. B. Prostatakrebs). Auch die psychische Gesundheit kann betroffen sein.

Der Triglyzerid-Test (TG) ist ein wichtiger Bestandteil des Lipidprofils und dient zur Beurteilung des Risikos einer koronaren Herzkrankheit. Er wird im Rahmen von Routineuntersuchungen oder bei der Behandlung erhöhter Triglyzeridwerte (Hypertriglyzeridämie) durchgeführt.

Was kann erhöhte Triglyzeridwerte verursachen?

  • Eine Ernährung reich an einfachen Zuckern und stark verarbeiteten Lebensmitteln

  • Übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen

  • Einnahme leberschädigender Medikamente

  • Übergewicht und übermäßiges Körperfett

  • Insulinresistenz und Diabetes

  • Stress und körperliche Überlastung

  • Einnahme hormoneller Verhütungsmittel.

Was kann niedrige Triglyzeridwerte verursachen?

  • Verdauungsstörungen

  • Schädigung der Darmzotten

  • Störungen in der Gallensaftproduktion

  • Zu geringe Aufnahme von Fetten und Kohlenhydraten

  • Schilddrüsenüberfunktion.

Wer sollte den Triglyzerid-Test durchführen – und wann?

Mindestens einmal im Jahr sollte jede Person ihren Triglyzeridspiegel überprüfen lassen – insbesondere bei Übergewicht, familiärer Vorbelastung durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen Risikofaktoren.

Der Test wird üblicherweise als Teil des Lipidprofils (Lipidogramm) durchgeführt.

Die Bestimmung des TSH-Spiegels (Thyreotropin) ist die grundlegende Untersuchung zur Einschätzung der Schilddrüsenfunktion. Sie ermöglicht die Erkennung von Funktionsstörungen der Schilddrüse – auch in symptomfreien Stadien – und unterstützt die Überwachung des Therapieverlaufs.

TSH wird pulsierend und im Tagesrhythmus ausgeschüttet. Der Höchstwert tritt nachts zwischen 23:00 und 4:00 Uhr auf, während das Minimum gegen 16:00 Uhr erreicht wird. Die in Laboren verwendeten Referenzwerte basieren auf Blutproben, die morgens (zwischen 7:00 und 9:00 Uhr) entnommen werden – in diesem Zeitraum sollte die Untersuchung durchgeführt werden. Dieser Tagesrhythmus bleibt bei primärer Hypothyreose erhalten, ist jedoch bei zentraler Hypothyreose oder bei Fastenzuständen aufgehoben.

Faktoren, die den TSH-Spiegel beeinflussen können:

  • Alter – bei Neugeborenen erhöht, im Alter tendenziell niedriger

  • Tabakkonsum

  • Schwangerschaft

  • Medikamente

  • Jodzufuhr.

Niedrige TSH-Werte können auf folgende Zustände hinweisen:

  • Primäre Hyperthyreose

  • Schilddrüsenentzündung in der thyreotoxischen Phase

  • Erkrankungen des Hypothalamus oder der Hypophyse

  • Fastenzustände.

Erhöhte TSH-Werte können auftreten bei:

  • Primärer Hypothyreose

  • TSH-produzierendem Hypophysenadenom

  • Erholungsphase nach schweren Erkrankungen

  • Akuten psychiatrischen Syndromen

  • Primärer Nebenniereninsuffizienz.

Wann sollte die TSH-Untersuchung durchgeführt werden?

Das TSH-Screening wird besonders empfohlen für Risikogruppen wie:

  • Personen mit Schilddrüsenerkrankungen in der Familie (1. Grad)

  • Patienten mit Autoimmunerkrankungen

  • Personen mit Strahlenexposition oder Bestrahlung des Halsbereichs

  • Personen nach Schilddrüsenoperationen

  • Menschen über 50 Jahre.

Für eine zuverlässige Beurteilung der Schilddrüsenfunktion – insbesondere bei Erstuntersuchungen – sollten sowohl TSH als auch fT4 bestimmt werden, da isolierte TSH-Werte irreführend sein können.

Die TSH-Bestimmung gilt auch als erste Wahl bei Symptomen einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse.

Darüber hinaus wird der TSH-Test bei Neugeborenen als Teil des routinemäßigen Screenings empfohlen, um eine angeborene Hypothyreose frühzeitig zu erkennen.

Für eine umfassende Diagnose einer Hypo- oder Hyperthyreose empfehlen wir die gleichzeitige Bestimmung von TSH sowie der freien Schilddrüsenhormone fT3 und fT4.

Kalzium ist das Mineral, das im menschlichen Körper in der höchsten Konzentration vorkommt: 99 % befinden sich in den Knochen, nur etwa 0,01 % im Blutplasma. Der Rest liegt intra- und extrazellulär vor – überwiegend als zweiwertiges Ion. In dieser Form wirkt Kalzium als Kofaktor zahlreicher Enzyme, unterstützt die Blutgerinnung, steuert die Durchlässigkeit von Zellmembranen und den Ionenaustausch, ermöglicht die Reizübertragung im Nervensystem und sorgt für eine normale Muskelkontraktion und -entspannung.

Vitamin D beeinflusst den Kalziumspiegel maßgeblich, da es die Aufnahme im Verdauungstrakt fördert. Deshalb sollte die Bestimmung des Kalziumwerts jede Vitamin-D-Therapie begleiten.

Mangel oder Überschuss – was bedeutet das?

Kalziummangel (Hypokalzämie) kann auf eine zu geringe Zufuhr mit der Nahrung oder auf Hormonstörungen (z. B. Parathormonmangel) zurückgehen. Er begünstigt Knochenerkrankungen – bei Kindern Rachitis, bei Erwachsenen Osteomalazie und Osteoporose.

Kalziumüberschuss (Hyperkalzämie) entsteht meist durch hohe Kalziumdosen oder eine Überdosierung von Vitamin D. Typische Symptome sind Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Langfristig steigt die Kalziumausscheidung über den Urin, das Risiko für Nierensteine nimmt zu, und die Aufnahme von Eisen und Zink wird gehemmt. Eine Hyperkalzämie kann auch bei einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen auftreten.

Gesamtkalzium – wer und wann sollte den Test durchführen?

Die Bestimmung des Kalziumspiegels ist hilfreich bei der Diagnose und Verlaufskontrolle von Erkrankungen – insbesondere der Knochen, des Herzens, der Nieren, des Nervensystems sowie bei hormonellen Störungen.

Typische Indikationen:

  • Nierenerkrankungen wie Nephrolithiasis (Nierensteine) oder Niereninsuffizienz

  • Verdacht auf Funktionsstörungen der Nebenschilddrüsen

  • Schilddrüsen-, Darm- sowie Tumorerkrankungen (z. B. Brust-, Lungen-, Nierenkrebs, multiples Myelom)

  • Therapie mit hohen Dosen Vitamin D oder bei Vitamin-D-Spiegeln > 100 ng/ml (potenziell toxisch).

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Tipp: Komplettpakete zur Diagnostik des Knochenstoffwechsels lassen sich ohne Mehraufwand aus einer einzigen Blutprobe erstellen.

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Gemeinsam finden wir die passende Analytik – für Sie persönlich oder Ihr Unternehmen.

st Kalzium als einzelnes, elektrisch geladenes Atom vorhanden, spricht man von freiem bzw. ionisiertem Kalzium – der biologisch aktivsten Form dieses Minerals .

Hauptfunktionen von ionisiertem Kalzium:

  • Beteiligung an der Blutgerinnung

  • Steuerung der Muskelkontraktion, einschließlich des Herzmuskels

  • Übertragung von Nervenimpulsen zwischen Neuronen

  • Aufrechterhaltung des Elektrolyt-Gleichgewichts

  • Regulation hormoneller Prozesse und Aktivierung bestimmter Enzyme.

Wann sollte der Test auf ionisiertes Kalzium durchgeführt werden?

Ionisiertes Kalzium macht rund die Hälfte des gesamten Kalziums im Körper aus. Die Bestimmung im Blutplasma hilft, Beschwerden abzuklären, die durch niedrige oder erhöhte Kalziumspiegel verursacht sein können. Selbst bei normalem Gesamtkalzium kann ein Mangel an ionisiertem Kalzium vorliegen, weshalb dieser Test häufig aussagekräftiger ist .

Für wen ist der Test geeignet?

Der Test wird empfohlen, wenn Anzeichen für Störungen des Kalzium­haushalts auftreten.

Typische Symptome einer Hyperkalzämie (zu hoher Kalziumspiegel):

  • Häufiges Wasserlassen

  • Ausgeprägter Durst

  • Bildung von Nierensteinen

  • Herzrhythmusstörungen

  • Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen

  • Allgemeine Schwäche, schnelle Ermüdbarkeit

  • Verstopfung

  • Verwirrtheit, Desorientierung

  • Kopfschmerzen, Schläfrigkeit.

Typische Symptome einer Hypokalzämie (zu niedriger Kalziumspiegel):

  • Tetanie (schmerzhafte Muskelkrämpfe)

  • Bauchschmerzen

  • Herzrhythmusstörungen

  • Allgemeines Unwohlsein

  • Lichtempfindlichkeit.

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Zahlung per Karte, Überweisung oder auf Rechnung.

Individuelle Rahmenverträge – konsolidierte Monats­abrechnungen.

Gut zu wissen: Dieser Web-Text dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Therapie. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen bitte an Ihr medizinisches Fachpersonal.

Die Messung des Vitamin-B12-Spiegels im Blut hilft:

  • Ursachen einer Anämie abzuklären,

  • den Erfolg einer Supplement- oder Medikamententherapie zu überwachen,

  • einen Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure frühzeitig zu erkennen.

Vitamin B12 ist die größte und komplexeste aller Vitamine. Seine aktiven Formen – Methyl- und Adenosylcobalamin – katalysieren essenzielle Reaktionen der Blutbildung sowie des Protein- und Nukleinsäurestoffwechsels. Ein ausgewogener B12-Status unterstützt außerdem die Aufnahme von Folsäure in die roten Blutkörperchen.

Typische Anzeichen eines Mangels:

    • schnelle Erschöpfbarkeit, Blässe, allgemeine Schwäche (Anämiesymptome)

    • Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit, starke Kopfschmerzen

    • erhöhtes Homocystein → steigendes Arterioskleroserisiko.

Hinweis: Hämatologische Symptome treten oft erst auf, wenn bereits ≈ 90 % der körpereigenen Speicher verbraucht sind.

Referenz- und Warnbereiche:

Serumwert

Interpretation

Empfohlene Maßnahme

< 200 pg/ml

Ausgeprägter Mangel

Umgehend behandeln

200 – 400 pg/ml

Graubereich

Erweiterte Diagnostik (Methylmalonsäure, Holotranscobalamin)

≥ 400 pg/ml

Ausreichend

Regelmäßige Kontrollen bei Risiko­gruppen

Persistierend erhöhte Werte können bei chronischer Niereninsuffizienz, Autoimmun- oder Lebererkrankungen auftreten und sollten nach 30 Tagen kontrolliert werden, da sie mit soliden Tumoren assoziiert sein können.

Wer sollte seinen Vitamin-B12-Spiegel prüfen lassen?

  • Personen mit vegetarischer/veganer Ernährung

  • Menschen ab 50 Jahren – besonders bei Reflux-Beschwerden

  • Langzeit-Einnahme von Protonenpumpenhemmern, Metformin, ASS, Sulfasalazin

  • Schwangere, Kinder, Senior:innen

  • Alkoholüberkonsumierende

  • Patient:innen mit Malabsorptionssyndromen, Zöliakie, SIBO, wiederkehrenden Mundulzera.

Mit unserem Test auf Vitamin D 25-OH (Calcidiol) bestimmen wir zuverlässig den Vitamin-D-Spiegel in Ihrem Blut. Das Ergebnis zeigt den aktuellen Vitamin-D-Vorrat Ihres Körpers und dient als Grundlage für eine gezielte Supplementierung – individuell, sicher und effektiv. Die Analyse erfolgt mittels direkter Chemilumineszenz.

Was ist Vitamin D?

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin mit vielseitiger biologischer Wirkung. Es wird durch Sonneneinstrahlung (UVB-Strahlen 280–300 nm) in der Haut gebildet und zusätzlich über die Ernährung aufgenommen. Es gibt zwei Hauptformen:

  • Vitamin D₂ (Ergocalciferol) – pflanzliche Herkunft

  • Vitamin D₃ (Cholecalciferol) – tierische Herkunft.

Funktionen von Vitamin D im Körper:

Neben der bekannten Rolle bei der Regulierung des Kalzium- und Phosphatstoffwechsels unterstützt Vitamin D viele weitere Prozesse im Körper. Ein ausgeglichener Vitamin-D-Spiegel kann das Risiko für zahlreiche Erkrankungen senken, darunter:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Krebs

  • Asthma und Allergien

  • Autoimmunerkrankungen (z. B. Hashimoto, Typ-1-Diabetes, Psoriasis)

  • Infektionen (durch Stärkung des Immunsystems).

Vitamin-D-Mangel – Ein weit verbreitetes Problem:

In Deutschland und Polen leiden rund 90 % der Bevölkerung – Kinder und Erwachsene – an einem Vitamin-D-Mangel in unterschiedlichen Schweregraden.

Referenzwerte und Empfehlungen

Vitamin-D-Spiegel

Interpretation

Empfehlung

0–10 ng/ml

Schwerer Mangel

Sofortige Therapie, Kontrolle nach 1–3 Monaten

>10–20 ng/ml

Deutlicher Mangel

Dosisanpassung oder Therapiekontrolle

20–30 ng/ml

Suboptimal

Beginn oder Anpassung der Supplementierung

30–50 ng/ml

Optimal

Erhaltung durch prophylaktische Dosen

>50–100 ng/ml

Hoch

Ggf. Reduktion oder Pausierung der Dosis

>100 ng/ml

Toxisch

Sofortiges Absetzen, Kalziumkontrolle, engmaschiges Monitoring

Wann wird der Test empfohlen?

  • Vor Beginn einer Supplementierung (zur Festlegung der richtigen Dosis)

  • Zur Therapiekontrolle nach ca. 3 Monaten

  • Zur jährlichen Überprüfung des Spiegels bei langfristiger Einnahme.

Empfohlen für Risikogruppen:

  • Frauen in der (Post-)Menopause

  • Menschen mit Eliminationsdiäten (z. B. ohne Milchprodukte)

  • Über- oder Untergewichtige

  • Personen mit geringer körperlicher Aktivität (< 30 Minuten/Tag)

  • Menschen über 65 Jahre

  • Personen mit geschwächtem Immunsystem oder häufigen Infekten

  • Patienten mit Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Hashimoto, Typ-1-Diabetes, Psoriasis oder anderen Autoimmunerkrankungen

  • Personen mit Verdauungsstörungen (z. B. entzündliche Darmerkrankungen, Reizdarmsyndrom).

Investieren Sie in Ihre Gesundheit – für sich selbst oder Ihre Mitarbeiter.

Ein einfacher Bluttest kann der erste Schritt zu mehr Energie, besserem Wohlbefinden und langfristiger Prävention sein.

Die Bestimmung des Eisenspiegels im Serum dient der Diagnose von Eisenmangel oder Eisenüberschuss. Eisenmangel ist einer der häufigsten ernährungsbedingten Mängel weltweit.

Ursachen eines Eisenmangels.

In pathologischen Zuständen tritt Eisenverlust meist durch chronische Blutverluste auf. Weitere Ursachen können chronische Entzündungen, schwere Infektionen oder Krebserkrankungen sein. Auch eine unausgewogene Ernährung, die arm an gut resorbierbarem Hämeisen ist, sowie die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Protonenpumpenhemmer) oder entzündliche Prozesse im Magen-Darm-Trakt können die Eisenaufnahme beeinträchtigen.

Besonders gefährdet für Eisenmangel sind:

  • Frauen (während der Menstruation, Schwangerschaft oder Stillzeit)

  • Kinder

  • Sportler

  • Personen mit einseitiger oder restriktiver Ernährung

  • Senioren

  • Vegetarier (bei unausgewogener Ernährung)

  • Patienten mit Resorptionsstörungen (z. B. Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen)

  • Übergewichtige Personen.

Folgen eines Eisenmangels.

Ein Eisenmangel führt zur gestörten Bildung von Hämoglobin und in der Folge zu einer Eisenmangelanämie. Auch bei chronischen Erkrankungen, Infektionen, Krebserkrankungen und Entzündungen kann ein erniedrigter Eisenspiegel auftreten. Zudem kann Eisenmangel das Immunsystem schwächen.

Mögliche Symptome einer Eisenmangelanämie sind:

  • Müdigkeit und Erschöpfung

  • Reizbarkeit

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Kopfschmerzen, Schwindel

  • Ohrgeräusche (Tinnitus)

  • Bei fortgeschrittener Arteriosklerose: neurologische Komplikationen.

Zu viel Eisen – Wann ist Vorsicht geboten?

Ein Eisenüberschuss durch die Ernährung allein ist selten. Kritisch wird es bei erblich bedingter Hämochromatose, häufiger Bluttransfusionen oder übermäßiger Eisensupplementierung.

Ein Zuviel an Eisen kann zu Problemen führen in:

  • Verdauungssystem (Durchfall, Übelkeit, Erbrechen)

  • Herz-Kreislauf-System

  • Zentralnervensystem

  • Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse.

Zudem wird die Bildung freier Radikale gefördert und die Aufnahme anderer Spurenelemente (z. B. Kupfer und Zink) beeinträchtigt.

Eisen im Blut – Wer sollte den Test machen?

Ein Bluttest zur Bestimmung des Eisenspiegels wird empfohlen zur Abklärung von:

  • Eisenmangelanämie

  • Hämochromatose

  • Starken Blutungen

  • Chronischen Magen-Darm-Beschwerden.

Besonders menstruierende Frauen sollten regelmäßig ihren Eisenspiegel überprüfen lassen – rund 10 % von ihnen sind von einem Mangel betroffen.

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